Ettenheim Bekennende Sprecherin der hiesigen Mundart

In ihrer Heimatstadt Ettenheim ist Christel Mösch vielen bekannt – nicht zuletzt wegen ihres vielseitigen Engagements. Foto: Birkle Foto: Lahrer Zeitung

Ettenheim (hpb). Sie ist eine "Ettenheimerin – durch und durch": Christel Mösch, geborene Dees, feiert heute ihren 80. Geburtstag.

Ihr Vater war Vorstand der Ettenheimer Volksbank. Mit ihren drei Geschwistern Elisabeth, Gerhard und Monika wuchs sie gut behütet auf. Sie besuchte die Volksschule in Ettenheim, die Handelsschule in Lahr, begann danach ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau im örtlichen Kaufhaus Santo. Sie war aktiv in den örtlichen Vereinen, Mitglied des Kirchenchors und später Mitglied des Turnvereins. Bei der Äddemer Fasent lernte sie ihren Mann Walter Mösch kennen. Nach Lehre und einem weiterem Jahr als Kauffrau zog es sie nach Freiburg, wo sie bei Betten-Striebel eine kleine Filiale übernahm und die Freizeit zur Ausbildung als medizinische Fußpflegerin nutzte. Zurück in Ettenheim heiratete sie 1955 Orthopädieschuhmachermeister Walter Mösch. Zusammen betrieben sie in der Thomasstraße einen kleinen Laden für Schuhreparaturen und den Verkauf von Lebensmitteln.

1960 wurden Sohn Wilfried und Tochter Annette geboren. Sie gaben das Ladengeschäft auf, Walter schulte in einen anderen Beruf um, Christel verlegte ihre Fußpflege, die sie auch heute noch täglich ausübt, aus der Wohnung in den Laden im Erdgeschoss.

Dank ihres Beruf hat sie in Ettenheim Kontakte mit vielen Menschen geknüpft. Ein herber Einschnitt war der Tod ihres Mannes Walter nach 49 Ehejahren. Die vorher mit der Familie und später mit ihm allein unternommenen Reisen in die weite Welt unternimmt sie auch heute noch alljährlich mit ihrer Tochter Annette.

Fritz Brossmer, seine Gedichte und Gschichtli haben es Christel Mösch schon immer angetan. Wie die Fasent: Mehr als 25 Jahre gehörte sie den Babelotten an.

Vor dreißig Jahren übernahm sie den Vorsitz der neugegründeten Muettersprochgruppe "rund um dr‘ Kahleberg". Bei vielen Veranstaltungen des Historischen Vereins ist sie aufgetreten und alljährlich beim "Tag der 100 Alten" beim Brossmerfest wichtiger Bestandteil des Programms.

1998 wurde sie mit dem Ortenauer Heimatpreis ausgezeichnet, 1999 erhielt sie die Landesehrennadel und 2009 vom Arbeitskreis Alemannische Heimat die Heimat-Ehrennadel für ihre Verdienste um die Heimatpflege.

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