Ettenheim Bauplätze sind in Wallburg Mangelware

Wallburg (mm). Noch immer fragen viele Bürger in Wallburg nach Bauplätzen – finden aber keine, wie Ortsvorsteher Manfred Schöpf bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung berichten musste. Das neue Wohngebiet "Heiligenhäußle" ist bis auf einen Platz komplett belegt. Darum war Ettenheims Stadtentwickler Markus Schoor in die Sitzung gekommen, um dem Rat die aktuelle Situation zu erläutern und mit den Ratsmitgliedern nach möglichen Lösungen für die Zukunft zu suchen.

Schoor schilderte die aktuelle Ausgangslage bei der Suche nach neuen Bauplätzen. Viele infrage kommende Flächen sind auf absehbare Zeit ausgeschlossen, sei es wegen der bisherigen Regional- und Flächennutzungspläne oder wegen des Naturschutzes. Bei Letzterem zählen auch Bäume, Tieren und Flora als Ausschlusskriterien. Darum gibt es auf der Wallburger Gemarkungskarte vor allem im östlichen Vorbergbereich, aber auch in den "Sauren Matten" im Westen viele bislang "durchgestrichene" große Flächen.

Derzeit kommen nur wenige sehr kleine Areale nördlich der Altdorfer Straße, dem Dissengraben und südlich der bisherigen Ortsbebauung als potenzielle Baugebiete infrage. Nach bisheriger Bauleitplanung der Stadt gibt es dort laut Schoor überdies bislang keine Einigung mit Eigentümern sogenannter Schlüsselgrundstücke.

Die Ortschaftsräte hörten es nicht gerne, allerdings: Gewünschte fünf Hektar Baufläche wären derzeit keinesfalls realisierbar, zumal übergeordnete Regional- und Flächennutzungspläne nur alle 15 Jahre fortgeschrieben werden. Dennoch will das Gremium schon jetzt Weichen stellen. Sogleich soll mit "optionalen" Bauplatz-Suchen begonnen werden, auch wenn Vorhaben erst später realisiert werden könnte. Bekannt ist allerdings schon, dass sich gerade im Dissengraben ein Eigentümer bislang beharrlich sperrte.

Nun wird, beschloss der Ortschaftsrat einstimmig, der städtische Fachbereich gebeten, alle infrage kommenden Bauflächen nach einheitlichen Kriterien durchzuprüfen und bis Mai entsprechende Vorschläge vorzulegen. Schoor kündigte schon mal an, dass dies zeitlich machbar sein müsste. Allerdings würden spätere eventuelle Bebauungspläne, je nach Entscheidung, großen zeitlichen Vorlauf erfordern. Schöpf machte klar: Eine sinnvolle, moderate Wohnbau-Erschließung mit vertretbaren Kosten stehe im Vordergrund. Ein größeres Wallburger Baugebiet sei derzeit realistisch nicht zu erwarten. Nun wird nach kleinen Lösungen gesucht.

Immerhin: In der Altdorfer Straße wird, wie der Ortschaftsrat zur Kenntnis nahm, ein imposantes Einfamilienhaus samt Garagen neu gebaut, sogar mit Billard-Lounge, Weinkeller, Fitnessraum und zwei Pools. Überdies wird in der Herrenstraße ein Ökonomiegebäude abgerissen und als Wohnhaus neu errichtet.

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