Ettenheim Bartholomäus’ Botschaft bleibt aktuell

Die Gläubigen zogen zu Ehren des heiligen Bartholomäus durch die Innenstadt. Foto: Hiller Foto: Lahrer Zeitung

Die Ettenheimer Pfarrgemeinde hat das Fest ihres Kirchenpatrons, des heiligen Bartholomäus, gefeiert. Bereits in zwei Wochen steht der nächste Festgottesdienst an – zum Jubiläum der Grundsteinlegung der Pfarrkirche.

Ettenheim. Viele Gläubige, auch aus den anderen Gemeinden der Seelsorgeeinheit, waren der Einladung zum Patroziniumsgottesdienst im Jubiläumsjahr der Grundsteinlegung gefolgt. Vor 250 Jahren wurde Bartholomäus zum Patron der Pfarrkirche bestimmt, sichtbares Zeichen der Bedeutung der Gerber in der Stadt, deren Schutzheiliger Bartholomäus ist.

Der Festgottesdienst wurde mitgestaltet von den beiden Kirchenchören Ettenheim, und Altdorf (St. Nikolaus) unter Leitung von Hilke Polley. Die Chöre sangen die "Missa brevis in D" für Orgel und Bläser von Robert Jones. Die Orgel spielte Wolfram Bläsi, die Bläser waren Bernhard Henninger, Achim Oberle, Jürgen Krieg und Joachim Vögele. Die Stadtkapelle Ettenheim führte die eucharistische Prozession durch die Stadt und spielte zum Abschlusssegen in der Pfarrkirche das "Großer Gott wir loben Dich".

Pfarrer Martin Kalt erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass der heilige Bartholomäus, in der Bibel als Nathanael bezeichnet, einer der zwölf Apostel war, die dem Ruf Jesu folgten, seinen Glauben verkündeten und mit seinem Martyrium bezeugten. In der Lesung wurde sowohl über die freie Entscheidung der Israeliten, sich Gott zuzuwenden und nicht den althergebrachten Göttern zu dienen als auch über die Berufung von Nathanael durch Jesu mit dem Satz "Komm und sieh" berichtet.

"Wo gehörst du eigentlich hin?"

Die Grundsatzfrage eines jeden Menschen "Wo gehörst du eigentlich hin" war das Thema der Predigt von Pfarrer Kalt, der feststellte, dass jeder Mensch dazu eine klare Antwort benötige, sei es in der Familie, in seiner sozialen Umwelt, insbesondere aber auch bei der eigenen persönlichen Orientierung. So wie Joshua seinerzeit den Israeliten bei der Frage, wohin sie sich wenden wollen, zu den Göttern oder zu Gott, der sie geschaffen, aus ägyptischer Sklaverei befreite, sie beschützt und liebt, die Möglichkeit gab, eine freie Entscheidung zu treffen, habe auch Jesus alle Menschen eingeladen, sich aus freien Stücken für ihn Gott zu entscheiden. Auch Nathanael sei aus freien Stücken der Gemeinschaft der Freunde Jesu gefolgt.

Pfarrer Kalt lud vor dem Schlusssegen die Gläubigen ein, sich als Gemeinde auf den Weg zu machen das Patrozinium mit der Prozession und dem Allerheiligsten in die Stadt zu tragen. Der Weg führte um "den Stock" und wieder zurück zur Pfarrkirche und wurde mit dem eucharistischen Segen unter den Klängen der Stadtkapelle festlich beschlossen. Worte des Danks galten den Kirchenchören, der Dirigentin, dem Organisten und den Bläsern der Stadtkapelle, den Mesnerinnen sowie den Ministranten für die Mitwirkung am Festtag.

Der heilige Martin war Patron der alten Ettenheimer Kirche. Er blieb dem neuen Gotteshaus beigestellt. Das wird an der Namensgebung des Pfarrzentrums St. Martin deutlich.

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