Ettenheim Auf Schatzsuche in der Innenstadt

Ettenheims malerische Altstadt und Antikes ergänzen sich perfekt, sind sich die Werbegemeinschaft und Marktleiter Wolfgang Koch einig. Gemeinsam veranstalten sie am Samstag, 22. September, erstmals einen Antikmarkt in der Innenstadt.

Ettenheim. Alte Blechschilder, Schmuck aus den 1920er-Jahren, Kristallschalen und vieles andere mehr wird man am Samstag, 22. September in Ettenheim rund um den Stock finden. Denn in Rohan-, Ettiko- und Friedrichstraße wird an diesem Tag ein Altstadt-Antikmarkt mit verlängerten Öffnungszeiten von 11 bis 18 Uhr geboten.

Das neue Format ist ein Ersatz für das Late-Night-Shopping, das bislang immer an einem Freitag Ende September stattfand, zum Schluss jedoch immer weniger Resonanz erfahren hatte. Das neue Konzept dagegen läuft aktuell vielversprechend an: "Die Geschäfte im Veranstaltungsgebiet haben sich bereits vorab sehr positiv geäußert und werden sich beteiligen", erklärte Norbert Schneider, der Vorsitzende von Unternehmen Ettenheim, gegenüber der LZ.

Einige Geschäfte in der Innenstadt planen spezielle Aktionen für diesen Tag, um während des verkaufsverlängerten Samstags besonders auf sich aufmerksam zu machen. So hat das Studio K etwa angekündigt, seinen Einzug in die neuen Räumlichkeiten in der Rohanstraße noch einmal besonders zu feiern, geplant ist unter anderem eine Modenschau. Zudem wird es Getränke- und Essensstände für die Besucher geben und auch Kindern soll einiges geboten werden. Genaueres ist derzeit noch in Planung: Jutta Schlesinger ist die Koordinatorin der teilnehmenden Geschäfte, die interessierten Inhabern per E-Mail an traumwaesche-schlesinger@t-online.de Fragen beantwortet.

Nicht zu verwechseln mit einem Flohmarkt

Der Altstadt-Antikmarkt ist nicht mit Floh- oder Schnäppchenmärkten zu verwechseln, machen sowohl Schneider als auch Koch, der das Format anbietet, deutlich. "Ein wertiges Programm zieht ein wertiges Publikum an", ist Kochs Motto, der solche Antikmärkte nach eigenen Angaben bereits seit sechs Jahren veranstaltet. "Unsere Händler schätzen unsere restriktive Marktordnung", sagt er. Angeboten werden dürfen lediglich Waren, die vor dem Jahr 1975 entstanden sind. "Man hätte die Grenze auch höher setzen können, aber die Besucher sind designorientiert und lieben die 1970er. Viele halten gezielt nach Waren mit dem typischen Orange dieses Jahrzehnts Ausschau", erklärt Koch seine Grenze. Erfolg hatte er mit diesem Konzept etwa in Endingen oder Waldshut und auch für Ettenheim werden mehr als 30 Händler aus Deutschland, dem Elsass oder der Schweiz erwartet.

Doch nicht nur die Händler, auch die Besucher schätzen die Antikmärkte und nehmen für sie bis zu 150 Kilometer Anfahrt in Kauf. Die Voraussetzung dafür ist eine schöne Altstadt: "Wir veranstalten unsere Antikmärkte nicht auf dem Supermarkt-Parkplatz, sondern nur dort, wo auch die passende Atmosphäre geboten wird", erklärt Koch. Ettenheim mit seiner schönen gewachsenen alten Barockarchitektur biete das perfekte Flair für den Bummel über den Antikmarkt, sind sich sowohl Koch als auch Schneider einig. Und häufig kommen die Besucher der Antikmärkte auch als Touristen wieder – weil ihnen nicht nur der Markt, sondern auch die Stadt selbst mit ihren Sehenswürdigkeiten gefallen habe.

Weitere Informationen: www.altstadt-antikmarkt.de

Die Nachfrage nach antiken Waren sei in den sechs Jahren, seit er die Märkte mache, deutlich gestiegen, erklärte der Organisator der Altstadt-Antikmärkte Wolfgang Koch. Grund dafür seien auch Fernsehsendungen wie "Kunst oder Krempel" und "Bares für Rares", in denen es um wertvollen Trödel geht. "Schließlich träumt doch jeder davon, seinen persönlichen Schatz zu finden", weiß Koch.

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