Ettenheim Altdorf kann aufatmen: Ampel soll im Herbst installiert werden

Wo die Orschweierer Straße auf die B 3 trifft, soll schon bald eine Ampel den Verkehr regeln.Archivfoto: Masson Foto: Lahrer Zeitung

Altdorf. Die Tagesordnung der Sitzung des Altdorfer Ortschaftsrats war lange. Nach der Corona-Pause war einiges abzuarbeiten. Es bestand reger Diskussionsbedarf – Ratsmitglieder und Zuhörer brauchten Sitzfleisch.

Trotz der Pandemie-Einschränkungen tut sich in Altdorf viel. Der Hallenneubau und die Schulsanierung liegen im Soll. Auch die Baustelle im Neubaugebiet "Steinröhre" zeigt Konturen (wir berichteten). Neu auf der Agenda der Schulsanierung steht die Farbgestaltung der Fassade. Ging man bislang von einem vorherrschenden Weißton aus, wird es jetzt bunt. "Die Farbgrundtöne sollen sich als rechteckige Farbtupfer auf der Süd- und Nordfassade wiederfinden", erklärte Ortsvorsteher Andreas Kremer die Idee der Planer. Von Christoph Biehler kam die Idee eine der beiden Giebelseiten mit dem Schullogo zu versehen. Einhellige Begeisterung löste das Farbkonzept im Rat nicht aus. So fand beispielsweise Michael Goldschmidt daran überhaupt kein Gefallen und Manuela Steigert wollte Alternativen sehen. Da die Baumaßnahme jedoch zeitnah abgeschlossen werden soll, drängte Kremer auf eine Entscheidung. Diese fiel dann mit 8:4-Stimmen für die Farbgestaltung aus.

Weiteres Thema war die schier unendliche Geschichte zur gewünschten Ampel an der Kreuzung B 3/Orschweierer Straße. Nun zeichnet sich eine Lösung ab. Die Verkehrsbehörde hat die Installation einer Anlage bis Oktober/November diesen Jahres signalisiert. "Der Verkehr auf der B 3 bekommt Priorität und die Kreisstraße wird situativ bedient: Es wird für die Kreisstraße keine langen Wartezeiten mehr geben", so Kremer.

Der ehemalige Trinkwasserbrunnen in der Steinröhre dient seit fünf Jahren nur noch der Wasserentnahme durch Privatpersonen. Für die öffentliche Versorgung wird der Brunnen nicht mehr benötigt. Entsprechend musste die 2015 installierte neue Pumpe auch von den Nutzern mitfinanziert werden. "Wir können uns derzeit vor Anfragen potenzieller weiterer Nutzer nicht retten und brauchen eine gerechte und pragmatische Lösung". Die vom Ortsvorsteher angestrebte Entscheidung über einmalige Kosten für den Schlüssel und Jahresgebühren für die Wasserentnahme wurde vertagt. Entschieden ist aber, dass Wasserentnahmen künftig nur für die Landwirtschaft, den Naturschutz und den Kleingartenbedarf möglich sein werden. Die Entnahme für Rasenwässerungen oder Pool-Befüllungen ist nicht möglich.

Auf der Suche nach einem Gemeindearbeiter

Wiederholt stellte sich der Ortschaftsrat hinter die Planung der B 3-Umfahrung, und zwar durchgängig von Ringsheim bis Lahr. "Der Planungsausschuss zur B 3-Verlegung tagt demnächst und wir sollten uns als Ortschaftsrat Altdorf nochmals ausdrücklich dazu positionieren", so der Ortsvorsteher. Mehrheitlich sprach sich der Rat auch für die Empfehlung begleitender Anordnungen wie Lkw-Fahrverbot oder Tempobegrenzung auf der alten B 3 aus. Damit soll die Lenkung auf die Umfahrungsstraße unterstützt werden.

Fehlende Parkdisziplin belastet den Straßenverkehr im Altdorfer Ortskern. Besonders in der Schmieheimer Straße ist es eng. "Auch Schilder und Bodeneinzeichnungen sind kein Allheilmittel", so der Ortsvorsteher. "Zwei Gästehäuser sorgen für zusätzlichen Betrieb und irgendwo müssen die Leute ja mit ihren Autos hin." Bußgeldbescheide des Gemeindevollzugsdienstes sollen auch künftig die Konsequenz für Parkverstöße sein.

Noch kein Glück hatte die Ortsverwaltung mit der Einstellung eines Gemeindearbeiters. Kurz vor Vertragsabschluss ist der ausgewählte Kandidat wieder abgesprungen. Ein "heißes Eisen" hat Ortsvorsteher Kremer noch im Feuer. "Manche Ecke im Dorf kann eine gärtnerische Hand gut vertragen", war aus der Ratsrunde zu vernehmen.

  • Bewertung
    2