Ettenheim Alle Patrozinien sind abgesagt

Traditionell werden beim Landelinsfest die Pferde gesegnet. In diesem Jahr muss das Patrozinium ausfallen.Archivfoto: Birkle Foto: Lahrer Zeitung

Die Corona-Vorschriften wirken sich weiter auf das Kirchenleben aus. Der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Ettenheim hat nun Beschlüsse für die Nutzung von Räumen gefasst und wichtige Feste terminiert – oder absagen müssen.

Ettenheim. Es geht in kleinen Schritten voran. So können ab sofort wieder Pfarrzentren und Gemeinderäume durch interne Gruppierungen der Pfarrgemeinde benutzt werden. Dazu stellte Pfarrer Martin Kalt ein ausführliches Hygienekonzept vor. Es wurde beraten und einstimmig beschlossen.

Demnach gilt eine Grundregel zur Sicherung der Abstandsregeln: Für jeden Raum wird seiner Größe entsprechend eine Höchstzahl der zugelassenen Personen festgelegt. Für jeden Besucher wird eine Fläche von fünf Quadratmetern benötigt. So dürfen in den Gemeindesaal im Pfarr­zen­trum in Ettenheim (rund 130 Quadratmeter) maximal 25 Personen gleichzeitig hinein. Analog dazu wurden die Höchstzahlen für die Räume in den anderen Pfarrzentren festgelegt.

Firmung an fünf Nachmittagen

Im Hygienekonzept sind alle erforderlichen Maßnahmen aufgeführt. Für ihre Einhaltung hat der jeweilige Gruppenverantwortliche zu sorgen, von einer Liste mit den Teilnehmern bis zur Desinfizierung des Raums, der Tische und Stühle und weiterer benutzter Gegenstände nach der Veranstaltung. Private Veranstaltungen in den Gemeindezentren sind in nächster Zeit nicht möglich.

Außerdem wurden jetzt die Termine für die Erstkommunion in Ettenheim festgelegt. Die einzelnen Gottesdienste finden am Samstag und Sonntag, 17. und 18. Oktober, ab 10 beziehungsweise 14 Uhr mit jeweils zwei Erstkommuniongruppen in St. Bartholomäus statt.

Die Firmung wird an fünf Freitagnachmittagen nach den Sommerferien bis in den Herbst hinein gefeiert, mit einem Wortgottesdienst für jeweils zwölf Firmanden. Auch hier gilt: Teilnehmen dürfen nur die Firmanden, die Paten und Familienangehörige.

Eine schlechte Nachricht hatte Pfarrer Kalt bezüglich der Patroziniumsfeste für den Pfarrgemeinderat: Diese könnten in diesem Jahr nicht wie bisher gewohnt stattfinden. Grund sei, dass in keiner Kirche der Seelsorgeeinheit der notwendige Raum für entsprechende Gottesdienste vorhanden sei. Selbst in St. Bartholomäus in der Kernstadt, der größten Kirche, stehen nur 100 Plätze zur Verfügung. In Münchweier sind es 50, in Wallburg 22, in Altdorf 50 und in Ettenheimmünster 55 Plätze. Auch aus Gründen der Gerechtigkeit und Gleichbehandlung aller Gläubigen müsse deshalb das Feiern der Patrozinien in diesem Jahr ausgesetzt werden, so Kalt. In Wallburg und Ettenheimmünster (Lan­delinsfest) haben die jeweilige weltliche und Pfarrgemeinde dies bereits beschlossen und die Entscheidung öffentlich mitgeteilt. Desgleichen gibt es nun auch die Absagen in Ettenheim, Münch­weier und Altdorf.

Es sei nicht leicht gewesen, diese Entscheidung zu treffen, so Pfarrer Martin Kalt. Im Ringen um eine gerechte Lösung, die alle Gläubigen miteinbezieht, und aus der Verantwortung für die Gesundheit sei sie aber alternativlos gewesen. Er hoffe auf Verständnis und darauf, dass die Situation im kommenden Jahr eine andere sein wird.

Der Ettenheimer Pfarrgemeinderat hat bei einer früheren Sitzung den Haushalt für die Jahre 2020 und 2021 beschlossen (wir berichteten). Dieser liegt ab sofort bis Mittwoch, 12. August, im Pfarrbüro aus und kann dort während der Öffnungszeiten eingesehen werden.

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