Ettenheim 16 von 88 Grabstellen sind bereits belegt

Pfarrer Martin Kalt weihte das neue Grabfeld auf dem Ettenheimer Friedhof. Foto: Birkle Foto: Lahrer Zeitung

Ettenheim (mm). Die Nachfrage nach gärtnergepflegten Gräbern steigt stetig. In Ettenheim hat man darauf reagiert und nun auf dem südlichen Teil des Friedhofs hinter der Kirche ein zweites Grabfeld dieser Art angelegt. Sanft geschwungene Wege und abwechslungsreich bepflanzte Flächen sorgen für ein parkähnliches Flair.

Bei der Vorstellung und Einweihung des neuen Grabfelds zeigte sich Bürgermeister Bruno Metz sehr angetan von dessen Gestaltung. Damit komme man dem zunehmendem Wunsch vieler Angehöriger nach, von der ständigen Grabpflege entlastet zu werden. Die übernimmt dauerhaft die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner mit Sitz in Karlsruhe, vor Ort vergeben an die Ettenheimer Friedhofsgärtnerei Jäger. Das Konzept erläuterte Genossenschaftsvertreter Thomas Heiland näher, Pfarrer Martin Kalt segnete die komplette Anlage. Darin sieht er eine würdige, pietätvolle Bestattungsform in christlicher Tradition: "Im Hause meines Herrn gibt es viele Wohnungen."

Von insgesamt 88 vorgesehenen Ruheplätzen sind bereits 16 belegt. Die werden vorab bezahlt und dafür über jeweils die komplette Laufzeit gepflegt, samt gemeinschaftlichem Blumenbeet. Dabei verschmelzen die einzelnen Gräber ohne Einfassungen mit der Rahmenbepflanzung.

Die Preise bewegen sich je nach Grabart zwischen knapp 100 und 300 Euro pro Jahr, eine Sarggrabstätte kostet so etwa knapp 6000 Euro für eine 20-jährige Laufzeit inklusive Pflege. Anonym bestattet wird nicht, ein selbst zu bezahlender Grabstein markiert den genauen Ort zum Gedenken.

Vor Kurzem war in Altdorf ein ähnliches gärtnergepflegtes Grabfeld fertiggestellt worden, ein weiteres ist in Münch­weier vorgesehen.

  • Bewertung
    0