Förderverein heißt Besucher willkommen 145 Badegäste eröffnen Freibadsaison

Ettenheim - Viele Dutzend Badegäste haben sich am Samstag weder vom Wetter noch von Corona von der Eröffnung der Ettenheimer Freibadsaison im C.H.-Jäger-Schwimmbad abhalten lassen. Für die Bade-Mutigen gab es zur Begrüßung gar ein Gläschen Sekt.

Schon am Samstagvormittag waren trotz Nieselregens 35 Gäste erschienen und stürzten sich in das rund 22 Grad warme Wasserbecken – bei Außentemperaturen von 17 Grad als angenehm mollig empfunden. Am Nachmittag schien für weitere 110 Badefreudige schon mal sehr kurz sogar die Sonne durch. Da fand sich etwa auch die Ettenheimer Familie Kollefrath mit zwei Töchtern ein: "Ehrensache für Einheimische", so die Erklärung. Nicht minder für Michaela Schöffel mit fünfjährigem Tim und seinem größeren Bruder. "Wir kommen immer zum ersten Schwimmbad-Saisontag, egal wie das Wetter ist!", erklärt sie.

Und das auch, obwohl der am Samstag noch geltenden Testpflicht und der obligatorischen elektronischen Voranmeldung. Zwar bleibt die Bade-Anmeldung per Internet für maximal 400 Gäste in zwei alternativen Zeitfenstern bestehen (9 bis 14 und 15 bis 20 Uhr). Corona-Tests braucht es seit dem heutigen Montag vorläufig aber keine mehr – Masken- und Abstandsregeln gelten jedoch auch weiterhin. Natürlich dürfen die Schutzmasken im eigenen Badetuch-Bereich abgenommen werden, ebenso in den Schwimmbecken, versteht sich.

Förderverein macht Projekte möglich

Zum Empfang der ersten Bade-Mutigen hatte Elisabeth Winkler, Vorsitzende des 135 Mitglieder starken Schwimmbad-Fördervereins, gleich hinter dem Eingang ein Gläslein Sekt oder O-Saft für Erwachsene gereicht.

Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz weiß das Engagement des Fördervereins seit Jahrzehnten zu würdigen. Ob Tischtennisplatten, Liegen, Sonnenschirme, Barfußpfad, Blumenwiese mit Insektenhotel oder Barrierefreiheit für Behinderte: Der Verein hat längst kleine und auch sehr große Projekte im Schwimmbad ermöglicht, sein aktuell aufgestelltes Spendenschwein schluckte deshalb sogar Geldscheine. Winkler warb dezent dazu: "Wir werden nicht jünger, brauchen neue Fördervereinsmitglieder!", so der Appell des Vereins.

Schwimmmeister Edgar Koslowski freute sich mit, dass ab diesem Montag die Corona-Testpflicht wohl fallen würde. Und sonst? Auch im Vorjahr habe man im eingeschränkt besuchbaren Bad keine Probleme mit Corona-Verweigerern gehabt, bis auf ein paar zarte, stets erfolgreiche Ermahnungen: "Abstand ist halt noch Pflicht, da haben wir jedoch keine Probleme wie in manchen Großstadt- Schwimmbädern!" Das Ettenheimer Bade-Klientel samt Auswärtigen sei sehr umgänglich.

Schwimmmeister Edgar Koslowski ist gefragt

Vergleichen kann Koslowski gut, denn als Landesvorsitzender des "Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister" hat er den Überblick. Auch wird er öfter um seine Expertise gefragt, erst kürzlich in der Landesschau des SWR mit bestem Werbeeffekt auch für das Ettenheimer Schwimmbad. In zwei Jahren wird Koslowski ruhestandsmäßig "die rote Karte bekommen". Sicher ist schon jetzt: Er bleibt der Stadtverwaltung als Berater in Sachen Schwimmbad ebenso erhalten wie dem Förderverein. Seine trefflich aktuelle Prognose über Corona hinaus: "Regnet’s im Mai, ist der April vorbei!"

Und wenn Halbwüchsige gelegentlich mal über die Schwimmbad-Stränge schlagen? Koslowski turnt dann gerne auf: "Passt mal auf, ich mach gleich mit!" Allseitiges Lachen und bleibendes Schwimmbad-Wohlgefühl sind ihm so sicher.

10.000 Euro Spielbereich

Über den kompletten Winter hatte sich Vorstand des Fördervereins per Internet-Konferenzen längst auf die Saison-Eröffnung vorbereitet. So zum Beispiel mit Planungen für einen neuen Kinder-Spielbereich. Den bezahlt der Verein nun als Großprojekt mit rund 10 000 Euro. Dieser bietet nicht nur die sonst übliche Rutsche, sondern vielfältige Kletter- und Balance-Geräte für die Kleineren.

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