Erster gegen Zweiter TuS Altenheim muss noch mal alles geben

Thosten Mühl und Lars Blümle

Während es für Meißenheim und Ottenheim am letzten Vorrunden-Spieltag um nichts mehr geht, steht für den Tabellenführer ein Topspiel an. Mit einem Sieg in Herbolzheim könnten die Altenheimer ein Statement für die Meisterrunde setzen.

Südbadenliga: TV Herbolzheim – TuS Altenheim (Samstag, 20 Uhr). Zum Abschluss der regulären Runde sieht die Breisgauhalle das Spitzenspiel zwischen Zweitem und Primus. Herbolzheim, seit vier Spielen ungeschlagen, nimmt Schwung aus dem Derby-Sieg in Oberhausen mit ins Duell. Mit der Meisterrunde "haben wir bereits ein hauptsächliches Ziel erreicht, das wir uns vor der Saison vorgenommen hatten", ist Trainer Mirko Reith zufrieden. Im Vergleich mit den besten Mannschaften auf Liga-Niveau wollen die Breisgauer zwei Ziele fortschreiben – "uns gegen die Besten mutig aus der Affäre ziehen. Daneben unsere Truppe, insbesondere unsere jungen Kräfte, weiter nach vorne bringen", formuliert Reith offensiv.

Bei den Gästen waren zu Wochenbeginn Auswirkungen der Oberkirch-Partie zu spüren. "Das war physisch wie psychisch sehr anstrengend, die Jungs waren richtig kaputt", konstatiert TuS-Trainer Stefan Bayer. Der jetzt zwölfmal in Reihe ungeschlagene Primus stellt sich auf ähnlich Forderndes wie in Oberkirch ein. "Sie verfügen über einen ähnlichen Aufbau wie der TVO – starker, wurfgewaltiger Rückraum, dazu körperlich kräftige Kreisläufer", so Bayer. Gegen Oliver Bührer, die Hoch-Brüder, Marius Schmieder & Co. zu bestehen, wird knifflig. "Wenn sie vollständig antreten, stufe ich sie sogar noch etwas stärker ein als Oberkirch. Dennoch wäre es aus unserer Sicht ein ganz, ganz großer Schritt, wenn wir es schaffen würden, sie zu besiegen", so Stefan Bayer.

Personell wird er für dieses Unterfangen auf einen ähnlich schmalen Kader bauen wie vor Wochenfrist. Unterdessen machte Altenheim bekannt, dass das aus Stefan Bayer, Co Marco Fels und Michael Knuth (Torhüter) bestehende Trainer-Team um ein Jahr verlängerte. Personell ändert sich nicht viel, neben dem längst bekannten Abgang Marvin Schillings (Köndringen/Teningen) geht nur noch Simon Rudolf (Hofweier).TuS Helmlingen – HTV Meißenheim (Sonntag, 17 Uhr). Der Auswärtstrip nach Helmlingen bringt den Meißenheimern in rein sportlicher Hinsicht nur bedingte bis überhaupt keine Relevanz. Beide Mannschaften stehen längst als Teilnehmer der Aufstiegs- beziehungsweise Abstiegsrunde fest. Für den Riedverein kam dazu in den vergangenen zehn Tagen die wiederholte Begleitung durch Corona-Fälle. Zunächst hatte man im eigenen Kader mit ein paar Infektionen zu tun, ehe dann beim zweiten geplanten Gegner des Wochenendes, dem HGW Hofweier, wie berichtet, das Virus ungewollte Präsenz zeigte. Nun reist man zum Tabellenführer, der zwar zuletzt in Ottenheim unterlag – was allerdings ein ebenso wenig aussagekräftiges Muster ohne Wert darstellte.

Eher ein Training unter Wettkampfbedingungen

HTV-Trainer Stefan Tietz gibt sich im Hinblick auf die Wochenend-Begegnung in erster Linie vorsichtig. "Wir stellen uns darauf ein, dass die Begegnung stattfinden wird. Positiv ist an diesem Vergleich, dass wir bereits mit Blick auf die Abstiegsrunde unter Wettkampfbedingungen das eine oder andere testen können. An ein paar Punkten gilt es weiterhin zu feilen." Auf diese Weise lasse sich "aus dieser Konstellation am ehesten etwas Positives herausholen", so Tietz. In personeller Hinsicht können die Gäste auf einen Großteil ihrer Kräfte zurückgreifen. Sicher fehlen werden dagegen Bastian Funke, der sich nach überstandener Krankheit noch in einer Schonfrist befindet. Daneben ist Janis Jochheim aus beruflichen Gründen verhindert.SG Kappelwindeck/Steinbach – TuS Ottenheim (Sonntag, 17 Uhr). Klare Voraussetzungen für das letzte Vorrundenspiel, in dem es praktisch um nichts geht. Die Gastgeber stehen sicher in der Aufstiegsrunde, werden mit dem Meisterrennen jedoch nichts zu tun haben. Für den TuS bleibt es dabei, möglichst verletzungsfrei in die nächsten Spiele zu gehen. Die Spielersituation ist sowieso angespannt.

Mit den Langzeitverletzten werden am Sonntag sechs Spieler sicher ausfallen, hinter drei weiteren steht noch ein Fragezeichen. "Wir wollen uns dennoch ordentlich aus der Hauptrunde verabschieden", sagt Interimstrainer Stephan Wenz, der vor allem in der Abwehr Verbesserungsbedarf sieht. Für ihn sind die Hausherren klarer Favorit.

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