Erntedank weltweit Die letzte Frucht am Baum als Opfergabe

Noch heute danken die Menschen weltweit für die Ernte. In Deutschland meist am ersten Oktober-Sonntag. Viele Kirchen sind mit Erntekränzen und Feldfrüchten geschmückt­. Foto: dpa

Erntedank wird seit Jahrtausenden gefeiert – Fast alle Kulturen erinnern damit an die Verbindung zwischen Mensch und Natur

Stuttgart - Seit die Menschen Ackerbau und Viehzucht betreiben, gehört Erntedank zu einem der wichtigsten Feste im Jahr. Fast in allen ­Völkern, Kulturen und Religionen hat der Brauch eine uralte Tradition. Schließlich war sich der Mensch schon immer seiner Abhängigkeit­ von der Natur – und/oder von Gott – bewusst. So brachten Griechen, Römer­ und Ägypter in der Antike ihren Fruchtbarkeitsgöttern Opfer dar.

Die Kelten feierten im August das Kornfest und zur Tagundnachtgleiche im September das Weinfest. Die alten­ Germanen baten im August den Gott Thor um gutes Wetter, damit die Ernte nicht vernichtet wird. Ende September dankten sie den Göttern drei Tage lang für die Ernte. Unter anderem wurden Tiere geopfert, Bier gebraut – und die letzten Früchte am Baum als Opfergabe hängen gelassen.

Noch heute danken die Menschen weltweit für die Ernte. In Deutschland meist am ersten Oktober-Sonntag. Gefeiert wird unter anderem bei Umzügen. Viele Kirchen sind mit Erntekränzen und Feldfrüchten geschmückt­. Auch in anderen Ländern sind Erntedank-Traditionen lebendig. Wie, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.