Dundenheim Tänzer, Gitarren und ein Zauberer

Jasmin Lehmann
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Laienspielerjugend probt für "Aladdin"-Aufführung / 48 Rollen für Kinder

Nach "Die Schöne und das Biest" bringt die Laienspielgruppe Dundenheim mit "Aladdin und die Wunderlampe" das nächste Highlight auf die Bühne der Lindenfeldhalle. Die Jugendgruppe befindet sich derzeit in den letzten Zügen der Probe.

Dundenheim. Jährlich präsentiert die Laienspielgruppe Dundenheim im Frühjahr ein Kinder- und Jugendtheater. In diesem Jahr hat sich Regisseur Bernhard Wolf in Zusammenarbeit mit seinem Team das Stück "Aladdin und die Wunderlampe" ausgewählt. Es ist das 23. Märchenstück, das von der Gruppe aufgeführt wird. Die Wahl fiel auf dieses Stück, da es etwas sein sollte, bei dem möglichst viele Kinder auf der Bühne stehen können. "Bei uns lautet die Devise, wenn ein Kind kommt und mitspielen will, dann gibt es kein Nein", erklärt der Vorsitzende David Stocker. Zum ursprünglichen Stück werden dann oftmals Passagen hinzugedichtet, damit es möglichst gut zu den Gegebenheiten passt.

Seit Anfang des Schuljahrs im September sind die Kinder und Jugendlichen zwischen vier und 17 Jahren am Proben. Nach den Aufführungen von "Die Schöne und das Biest" gingen die Proben dann richtig los – dreimal wöchentlich standen Gesamtproben an, hinzu kamen Einzelproben, in den Wolf gemeinsam mit den Akteuren am Stück feilte. "Wir sind froh, dass Bernhard Wolf, Stefanie Bau und Sabine Rudolf das machen", sagt Stocker, dankbar über das Engagement des Trios.

Regisseur Wolf will wechselnde Hauptrollen

Seit etwa vier Jahren ist Wolf Regisseur bei der Laienspielgruppe. Während sich sein Vorgänger Ludwig Schneider auf Grimms Märchen konzentrierte, sucht sich Wolf auch Stücke aus anderen Genres aus. Bereits im Frühjahr des Vorjahrs werden die Stücke im Team gewählt. Hierbei legt Wolf auch Wert auf wechselnde Hauptrollen. 21 Spieler und 27 Tänzerinnen stehen bei "Aladdin und die Wunderlampe" auf der Bühne. Die Gitarrenkinder um Hans-Peter Biegert umrahmen das Stück musikalisch.

Eine der größten Herausforderungen war dieses Mal die zeitliche Nähe zur Aufführung von "Die Schöne und das Biest". Für alle Ehrenamtlichen ist ein Theaterstück ein großer Arbeits- und Organisationsaufwand. Auch die Bühnenbauer hatten in dieser Zeit alle Hände voll zu tun, denn schließlich galt es, nicht nur das aufwändige Bühnenbild für "Die Schöne und das Biest", sondern auch das für "Aladdin" zu gestalten und vorzubereiten. Schwer beschäftigt sind dieser Tage auch die Teams, die sich um Maske und Kostüme kümmern. So ist laut Stocker spürbar, dass besonders in die Kostüme viel Mühe investiert wird.

Mit "Aladdin und die Wunderlampe" werden die Zuschauer in die Welt von Tausendundeine Nacht entführt. Aladdin (Samuel Fischer) wird von einem Zauberer, der behauptet sein Onkel zu sein (Hannah Bohnsack), in eine Höhle gebracht, wo er eine alte Öllampe holen soll. Diese Lampe beherbergt einen Geist (Lena Henke), der alle Wünsche erfüllen kann. So kann der Geist dem Wünschenden die schöne Suleika (Theresa Ehret) zur Frau machen. Ob Aladdin Suleika aus den Händen des Zauberers befreien kann, erfahren die Zuschauer im Stück der Laienspielgruppe.

"Aladdin und die Wunderlampe" feiert am Samstag, 7. Januar, um 17.30 Uhr Premiere in den Lindenfeldhalle. Weitere Aufführungen gibt es an den folgenden Sonntagen, 8. und 15. Januar, jeweils um 14.30 Uhr. Karten kosten für Kinder ab fünf Jahren fünf Euro. Erwachsene bezahlen sieben Euro. Außerdem gibt es ein Familienticket für zwei Erwachsene und zwei Kinder zum Preis von 20 Euro.