Dritter Anlauf für Derby Hofweier hat vor Vorrunden-Abschluss große Personalsorgen

Thorsten Mühl und Peter Schaub
Im Kampf um wichtige Punkte für die Abstiegsrunde werden der HTV Meißenheim (in Grün) und Hofweier sicher auch am Samstag wieder um jeden Ball kämpfen. Foto: Wendling

Nachdem es zweimal verlegt werden musste, soll das Derby zwischen Meißenheim und Hofweier am Wochenende stattfinden. Für beide Teams geht es dabei um wichtige Punkte für die Abstiegsrunde.

(tom/ps). Südbadenliga, Männer: HTV Meißenheim – HGW Hofweier (Samstag, 20 Uhr). Nach zweimaligem coronabedingtem Verschieben kommt es im dritten Anlauf zum Derby. Beide könnten ihre ordentliche bis gute Ausgangslage in der Abstiegsrunde noch weiter optimieren. "Die Motivation wird zweifellos hoch sein bei beiden Mannschaften. Es wird nach den jüngsten 14 Tagen, in denen teilweise nicht trainiert werden konnte, darauf ankommen, wer die Begleitumstände besser kompensieren kann", so HTV-Trainer Stefan Tietz, der selbst einen HGW-Hintergrund hat.

In personeller Hinsicht hat sich die Ausgangslage beim HTV wieder merklich verbessert. Beim einen oder anderen Akteur ist der Fitnesslevel noch nicht wieder ganz bei 100 Prozent, doch spätestens zur beginnenden Abstiegsrunde wird das wieder der Fall sein. Bei Hofweier dagegen gestaltet sich die personelle Situation schwierig. "Stand heute haben wir keine spielfähige Mannschaft für Samstag. Am Montag waren wir vier Feldspieler ohne Torwart im Training. Heute waren es fünf. Ich hoffe, dass sich bis Samstag noch Spieler gesund melden", sagte HGW-Coach Michael Bohn am Mittwochabend.

Team will Verein mit Zahlung der Strafgebühr etwas entlasten

Das Hinspiel verlor der Riedverein zwar deutlich, dennoch rechnet man sich eine realistische Chance aus. "Wenn es uns gelingt, gleich ins Spiel zu finden, im Wortsinn ›da‹ zu sein, können wir auch gegen Hofweier und jede andere Mannschaft mithalten. Das war auch in der ersten Halbzeit des Hinspiels der Fall und sollte uns für die bald anstehenden Spiele der Abstiegsrunde bewusst sein", motiviert Tietz seine Spieler.

Eines stellt Stefan Tietz im Nachgang zur Absage der Begegnung in Helmlingen noch richtig. "Ehe Missverständnisse aufkommen: Der Verein hat uns volle Rückendeckung gegeben. Der Impuls, die Absagekosten aus der Mannschaftskasse zu bestreiten, kam von Spielern und Trainer-Team. Wir wollten dadurch den HTV in der aktuellen Zeit etwas entlasten."

Unterdessen wurde unter der Woche bekannt, dass Cedrik Lauppe den HGW Hofweier nach der Saison verlassen wird. Er wechselt zum Südbadenligisten BSV Phönix Sinzheim, teilte der BSV auf seiner Facebook-Seite mit. (tom). Landesliga, Frauen: SG Willstätt/Auenheim – HSG Meißenheim/Nonnenweier (Samstag, 14 Uhr). Nach der coronabedingten Verlegung aus der Vorwoche präsentiert sich die personelle Ausgangslage bei den Gästen minimal entspannter. "Eine Spielerin kommt wieder zurück, wir werden mit einem Rumpfkader antreten", sagt HSG-Trainer Klaus Ziegler. Seine Mannschaft könnte aus einer recht guten Startposition in die Abstiegsrunde starten, die je nach Ausgang am Samstag noch optimiert werden könnte. "Das sollte die Mannschaft zusätzlich motivieren, aber das wird umgekehrt auch für Willstätt gelten. Für beide Beteiligte geht es um viel", weiß Ziegler.

Die Ried-HSG will mit Sieg Selbstvertrauen für Abstiegsrunde sammeln

Das Hinspiel entschied die Riedtruppe mit 22:17 für sich, musste dabei indes bis weit in die zweite Hälfte hinein hart ackern. "Willstätt verfügt über ein, zwei aus dem Kollektiv heraus ragende Einzelspielerinnen. Sie richten ihre Aktionen vielfach über den Kreis aus. Im Hinspiel gelang es, mit dem Innenblock dagegen zu halten. Auf die Unterbindung dieser Kreisanspiele müssen wir auch diesmal wieder aus sein", sagt der Gästecoach. Während eine möglichst überschaubare Zahl an Gegentreffern die HSG im Hinspiel stark machte, zeigte man sich zuletzt offensiv verbessert. Die Marke von 30 Toren konnte gleich zweimal überboten werden.

Zur Selbstverständlichkeit stilisieren kann man das zwar nicht, "aber den Spielerinnen sollte das ein befreiendes Gefühl vermittelt haben", hofft Ziegler mit Blick auf die Anfang März startende Abstiegsrunde auf weitere Erfolgserlebnisse.

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