Nach Horrorunfall mit Kindern Retter spricht über Einsatz bei Allmannsweier

(red/ng)

Schreckliche Nachrichten zum Wochenstart: Bei einem  Verkehrsunfall auf der Landstraße 100 bei Allmannsweier wurden unter anderem drei Kinder schwer verletzt – eines davon lebensgefährlich. Sie waren auf dem Weg zur Schule.

Schwanau. In einem  Kleinbus sind  am Montagmorgen eine 31-jährige Mutter und drei Kinder im Alter zwischen zehn und elf Jahren auf der Landstraße 100  auf dem Weg Richtung Schule unterwegs gewesen. Angekommen sind sie dort aber  nicht.  Während sie von  Nonnenweier kommend in Richtung Allmannsweier die Landstraße entlang fuhren, kam  ein 21-jähriger Pkw-Fahrer in einer langgezogenen Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und krachte  nahezu ungebremst, frontal mit dem Kleinbus zusammen.

Eines der Kinder erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Freiburg geflogen werden, schreibt die lokale Nachrichtenagentur Kamera 24. Alle anderen Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Im Einsatz waren fünf Rettungswagen mehrerer Organisationen und Notärzte.
Auch die Feuerwehr Schwanau unterstützte den Rettungsdienst mit insgesamt 15 Personen bei der Versorgung der Schwerverletzten und nahm unter anderem  ausgelaufene Betriebsstoffe auf.

Unfallhergang wird nun von Verkehrspolizei ermittelt

»Ganz klar, wenn Kinder beteiligt sind, ist das einfach noch einmal etwas ganz anderes«, sagt Schwanaus Kommandant Bernd Leppert im Gespräch mit der Lahrer Zeitung. Man arbeite dann noch fokussierter und konzentrierter – »man hat dann regelrecht einen Tunnelblick«, erklärt Leppert  –  auch am Montagmorgen habe er diesen Tunnelblick am Unfallort gehabt. Dies heiße aber nicht, dass man bei anderen Einsätzen weniger fokussiert arbeite, betont der Kommandant. »Es ist einfach etwas anderes«, wiederholt er. Für seine Truppe gebe es nach so einem Einsatz immer die Möglichkeit zur Notfallseelsorge. Zum einen über die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV), zum anderen  innerhalb der Feuerwehr: »Wir setzen uns hinterher immer   zusammen und gehen den Einsatz durch. Alles, was einem durch den Kopf geht,  kann angesprochen werden«, sagt Leppert.  Ein weiteres Gespräch mit den Kameraden gebe  es dann ein bis zwei Tage nach dem Einsatz.

Insgesamt ist bei dem Unfall am Montag  ein Schaden von etwa 27.000 Euro entstanden. Der genaue Unfallhergang ist nun Gegenstand der Ermittlungen der Verkehrspolizei, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Mehrere Stunden   war die  Landstraße 100 zwischen dem Kreisverkehr K5343/L100 und der Kreuzung Allmannsweierer Hauptstraße/L100 gesperrt. »Wir waren rund 2,5 Stunden im Einsatz«, sagt Kommandant Leppert.

Info: »L 100 ist keine Unfallstrecke«

»Der Unfall ist sehr bedauerlich, gerade wenn Kinder verletzt oder gar schwer verletzt werden ist das immer schlimm«, spricht Schwanaus Bürgermeister Wolfgang Brucker seine Anteilnahme aus. Die Einsatzdienste – der Rettungsdienst in besonderer Weise, die Polizei und auch die  Feuerwehr –  seien  dankenswerterweise sehr schnell und vielzählig vor Ort gewesen und konnten so schnell helfen und die Verletzten versorgen, würdigt der Schwanauer Rathauschef die Einsatzkräfte. Diese Strecke, die frühere »Umfahrung« und heutige Landstraße 100, sei  seit ihrer Inbetriebnahme noch nie ein Unfallschwerpunkt gewesen. Auch  ein Unfall in dieser Schwere war bislang noch nicht zu verzeichnen. Die Fahrweise des 21-Jährigen sowie die Witterungsbedingungen seien wohl, wie Bürgermeister Brucker vermutet,  die Gründe für den Unfall gewesen. So sei eine besondere Beobachtung – auch nach Rücksprache mit der Polizei – derzeit nicht geplant, so Bürgermeister Brucker gegenüber der Lahrer Zeitung.


## Ursprungsartikel: Autofahrer rast bei Allmannsweier ungebremst in Kleinbus

Schwanau - Der Verkehrsunfall ereignete sich etwa 200 Meter südlich der Ortsausfahrt Allmannsweier. Die drei Kinder sollten von der Mutter zweier Kinder zur Schule gefahren werden. Die Fahrerin war unterwegs von Nonnenweier kommend in Richtung Allmannsweier, als ein Pkw-Fahrer in einer langgezogenen Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn kam und nahezu ungebremst frontal mit dem Kleinbus zusammenprallte, so die lokale Nachrichtenagentur Kamera24.

In dem Kleinbus saßen die Fahrerin und drei Kinder im Alter von etwa zehn Jahren. Eines der Kinder erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Freiburg geflogen werden. Alle anderen Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Im Einsatz waren fünf Rettungswagen mehrerer Organisationen und Notärzte. Die Feuerwehr Schwanau unterstützte den Rettungsdienst bei der Versorgung der Schwerverletzten und nahm ausgelaufene Betriebsstoffe auf.

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