Doch keine Fusion Rotes Kreuz Ringsheim wird wiederbelebt

Julia Göpfert und Walter Schmidt

Die Fusionsgespräche mit Ettenheim sind vom Tisch: Das DRK Ringsheim bleibt eigenständig und wählt am Donnerstag, 19. Mai, einen neuen Vorstand. Dafür gab Jürgen Leser nun seinen Vorsitz beim DRK Ettenheim-Altdorf ab.

Ringsheim. Dem Ringsheimer DRK war es 2019 nicht gelungen, einen Nachfolger für den scheidenden Vorsitzenden Christian Polkläser zu akquirieren, der sein Amt nach fünf Jahren abgegeben hatte. Dadurch verfügte der Vorstand nur noch über zwei Mitglieder, was laut Satzung zu wenig ist. Dadurch hatte es damals Überlegungen gegeben, mit dem DRK Ettenheim zu fusionieren.

Diese Überlegungen sind jetzt jedoch vom Tisch, wie Joachim Hurst, Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbands Lahr der Lahrer Zeitung auf Nachfrage mitteilte. Als Kreisgeschäftsführer hatte Hurst den Posten des Vorsitzenden des Ringsheimer DRK vorerst interimsmäßig übernommen gehabt.

Nun hätten ihm aber Walter Schmidt und Jürgen Leser, Mitbegründer des DRK Ringsheim, deutlich signalisiert, dass sie bereit sind, im DRK-Ortsvereins Ringsheim Verantwortung zu übernehmen. Leser habe sogar seinen langjährigen Posten als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Ettenheim/Altdorf abgegeben, damit er im Ringsheimer Ortsverein bei einer erfolgreichen Wahl keine Doppelfunktion einnehme.

Gesamter Vorstand des DRK Ringsheim wird neu gewählt

Das DRK Ringsheim lädt zur nächsten Mitgliederversammlung am Donnerstag, 19. Mai, ab 19 Uhr im Tagungsraum der Pizzeria Tre Fontane (Hauptstraße 35) in Ringsheim ein. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Bericht des ersten Vorstands, der Bericht der Kassenprüfer und die Entlastung des gesamten Vorstands. Zudem wird der neue Vorsitzende, sein Stellvertreter, der Kassenwart, die Besitzer, die Delegierten und die Kassenprüfer gewählt. Weiterhin stehen der "Beschluss zur Fusion der Kreisverbände Lahr und Offenburg am 7. Mai 2022" sowie Wünsche und Anträge auf der Tagesordnung.

Zum neuen Vorsitzenden des Ettenheimer DRK wurde einstimmig Alexander Hanke gewählt. Jürgen Leser fehlte krankheitsbedingt. Auch Rolf Biller stellte sein Amt als Stellvertreter zur Verfügung, ihm folgte Harald Heiler.

Schriftführerin bleibt Beate Kostanzer und auch Sandra Eble wird weitere Jahre die Kassengeschäfte des Vereins führen. Beisitzer wurden Stefan Holtfoth und Stefan Kremer. Ein bewegter Rolf Biller dankte allen, die ihn in seinem Amt als stellvertretenden Vorsitzender über viele Jahre hinweg unterstützt hatten.

Zur Versammlung des DRK Ettenheim-Altdorf

Gleich drei Jahre gab es auf der Hauptversammlung des DRK-Ortsverein Ettenheim-Altdorf vergangene Woche zu besprechen.
Finanzen: Sandra Eble hatte einen umfangreichen Kassenbericht mit den Eckdaten der vergangenen drei Geschäftsjahre vorgetragen. Unter dem Strich blieb trotz erheblicher Investitionen noch ein Plus vor dem Ergebnis.  
Wasserwacht: Pandemiebedingt konnten die Mitglieder der Wasserwacht nicht in vollem Umfang tätig werden. Schwimmkurse und Ausbildungen mussten zurückgefahren oder ganz eingestellt werden. Dennoch war es möglich, dass aktuell drei Einsatztaucher ihre Ausbildung absolvieren. Zum Aufgabengebiet der Aktiven gehören auch die Alarme bei Notfällen im und wegen Wasser. So wurden die Retter insgesamt 31 Mal gerufen. Während der Coronazeit betätigte man sich als Helfer bei den Impfteams, wodurch man auch einige Euro einnahm.
Helfer vor Ort: . Die Einrichtung dieser Gruppe im September 2021 habe sich als Erfolg erwiesen. Bis zum Tag der Hauptversammlung gab es 98 Alarme, die zu 100 Prozent bearbeitet werden konnten. Obmann Alexander Hanke informierte darüber, dass sich das Einsatzgebiet über Ettenheim, auch nach Kappel-Grafenhausen und Ringsheim erstreckt. Die Notfälle selbst sind meist internistischer Art. Selten etwas chirurgisches oder Verkehrsunfälle.
Jugend-Rot-Kreuz: Bisher waren 17 Kinder beim Jugend-Rot-Kreuz dabei und ganz aktuell kamen sechs weitere dazu, die im Alter zwischen 8 und 16 Jahren sind, berichtete Beate Kostanzer. So weit es die Pandemie zuließ, traf man sich im Schwimmbad oder zu anderen Freizeitaktivitäten. Einzig 2019 war es möglich, eine mehrtägige Freizeit auszurichten.

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