Colmar In frischem Glanz

Vor den Augen des Publikums wird der Isenheimer Altar im Unterlinden-Museum Colmar restauriert. Foto: Musée Unterlinden Foto: Lahrer Zeitung

Colmar. Zurzeit wird im Unterlinden-Museum Colmar der Isenheimer Altar restauriert. Der Wandelaltar aus dem Antoniterkloster in Isenheim ist das Hauptwerk von Matthias Grünewald. Die zwischen 1512 und 1516 geschaffene Arbeit gilt als eines der bedeutendsten Meisterwerke der deutschen Tafelmalerei.

Unter der Leitung von Anthony Pontabry befasst sich ein 19-köpfige Team mit der Restaurierung der Bildtafeln. Diese findet während des laufenden Museumsbetriebs statt. So haben Interessierte die Möglichkeit, das Geschehen hautnah zu verfolgen. Dabei werden sorgfältig, Pinselstrich für Pinselstrich die Firnissschichten abgetragen und die Farben der Bildtafeln erstrahlen wieder in ursprünglicher Leuchtkraft.

Die aktuelle Restaurierungsphase dauert noch bis 15. November und betrifft auch die wohl bekannteste Tafel des Isenheimer Altars: "Die Kreuzigung". Aber auch die Tafeln "Die Verkündigung", "Die Auferstehung Christi", "Der heilige Sebastian", "Der heilige Antonius" und die "Beweinung Christi" werden bearbeitet.

Die bereits restaurierten Bildtafeln "Das Engelskonzert", "Besuch des heiligen Antonius beim heiligen Paulus Eremita" und "Die Geburt Christi" sowie "Die Versuchung des heiligen Antonius" sind seit Juli zu besichtigen. Im Frühjahr 2021 soll die komplette Restaurierung des Werks abgeschlossen sein.

Geöffnet ist das Museum montags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 20 Uhr.

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