Bürgermeister im Gespräch Oberwolfacher Jugendliche fühlen sich wohl im Ort

Von Aline Fischer

Was bewegt die Jugendlichen in Oberwolfach? Um das zu erfahren, hatte Bürgermeister Matthias Bauernfeind die jungen Oberwolfacher zum Gespräch in den Keller der Wolfsklause eingeladen. Seine Bilanz danach fiel positiv aus.

Oberwolfach. Bereits zum sechsten Mal hatte der Oberwolfacher Bürgermeister Matthias Bauernfeind die rund 100 Jugendlichen im Ort zwischen 13 und 18 Jahren zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Gekommen waren sechs Personen. "Das sind sechs Prozent, damit bin ich sehr zufrieden. Auch die Gespräche waren gut", berichtet der Rathaus-Chef.

Um nach und nach das Eis zu brechen, informierte der Bürgermeister zunächst mit Unterstützung der Gemeinderätin Anna Dieterle über die Projekte, die im Wohnort der Jugendlichen anstehen: "Das sind einmal die Wohnmobil-Stellplätze und die weitere Umgestaltung auf dem Gelände der Minigolf-Anlage, dann Sanierungen wie Brückeninstandsetzungen, aber auch die Pandemie und die Ukraine-Krise", erläutert Bauernfeind. Er habe die Jugendlichen gefragt, ob sie aufgrund der Pandemie mit Ängsten und Sorgen zu kämpfen hätten. "Das war bei den Anwesenden eher nicht der Fall. Die Jugendlichen blicken positiv in die Zukunft und haben in der Hinsicht keine Ängste", so sein Fazit.

In Sachen Ukraine-Krise stellte Bauernfeind dar, dass er auf die Bereitstellung von Wohnraum aus der Bevölkerung hoffe und die Gemeinde dann auch Flüchtlinge aufnehmen kann.

Tafel mit Zetteln hilft bei der Themenfindung

Als der Bürgermeister mit seiner Vorstellung fertig war, durften die Jugendlichen auch selbst aktiv werden und sich bewegen. Im Keller des ehemaligen Oberwolfacher Restaurants war eine Tafel mit mehreren Zetteln aufgestellt. Dort konnten die Jugendlichen die für sie wichtigen Themen markieren und sich im Anschluss darüber mit dem Rathaus-Chef austauschen.

"Diese aktive Art der Beteiligung hat den Jugendlichen geholfen, ihre Hemmungen abzubauen und wir konnten sofort sehen, was sie beschäftigt", sagt Bauernfeind. Neben den Themen, die jedes Jahr aufschlagen wie der Nahverkehr, Wohnraum in Oberwolfach, Klimaschutz und Digitalisierung ist dem Rathaus-Chef vor allem eine Frage im Gedächtnis geblieben: "Eine Teilnehmerin, die sonst im Tennisclub in Wolfach spielt, hat gefragt, ob sie mit einer Tageskarte auch in Oberwolfach mal die Möglichkeit hat, den Tennisplatz hier zu benutzen. Da konnte ich helfen und sagen, dass das funktioniert."

Ein weiteres Thema, das den jungen Oberwolfachern wichtig ist, waren die Mountainbike-Strecken. Hier bemühe sich der Bürgermeister, mithilfe des Schwarzwaldvereins und des Wolftal Tourismus um genügend Wege.

Alles in allem zieht Bauernfeind nach dem Gespräch eine positive Bilanz und auch die Jugendlichen versicherten ihm, dass sie mit Oberwolfach als Wohnort insgesamt zufrieden sind.

"Die Bürgerbeteiligung ist mir sehr wichtig", betont Bauernfeind. Dazu gehöre auch eine Bürgersprechstunde – nach Termin und auch online (siehe Info). "Mit den Oberwolfacher Jugendlichen wird es auf jeden Fall im kommenden Jahr ein siebtes Gespräch geben", verspricht er.

Sprechstunde mit dem Bürgermeister

Bürgermeister Matthias Bauernfeind steht für die Oberwolfacher jederzeit zur Verfügung, um sich ihre Sorgen und Wünsche anzuhören. Ein Termin kann übers Rathaus unter Telefon 07834/ 8 38 30 oder per E-Mail an gemeinde@oberwolfach.de ausgemacht werden.