Bilanz in der Kreisliga B Teams hoffen auf eine bessere Rückrunde

Janosch Lübke
Der SC Friesenheim (in Grün) ist mit der Hinrunde nicht zufrieden und auch die SF Kürzell (in Rot) haben sich mehr als den derzeitigen fünften Platz erhofft. Foto: Künstle Foto: Lahrer Zeitung

Hinrunde abhaken und in der Rückrunde auf Besserung hoffen: Das ist das Motto der Winterpause in Kürzell, Friesenheim und beim TGB Lahr. Neues Personal kündigt sich für dieses Unterfangen allerdings nicht an.

Platz fünf, Platz elf und Platz zwölf – mit dieser Bilanz sind die Sportfreunde Kürzell, der SC Friesenheim und der TGB Lahr in die Winterpause der Kreisliga B gegangen. Zufrieden sind die Mannschaften mit diesem Zwischenergebnis nicht. Selbstverständlich soll es in der Rückrunde besser werden. Viel Bewegung auf dem Amateur-Transfermarkt wird es allerdings wohl nicht geben.

Auf die Frage, ob die Sportfreunde aus dem Norden der Ortenau mit der Hinrunde zufrieden sind, bringt es SF-Vorstand Werner Reichart kurz auf den Punkt: "Nö, das sind wir nicht." Die Top drei war das Ziel und die ist mit fünf Punkten Abstand auf den FV Dinglingen recht weit weg.

Die Gründe für die nicht zufriedenstellende Bilanz sieht Reichart im großen Personalumbruch im Sommer. "Wir haben etwas unterschätzt, was für Herausforderungen es mit sich bringt, wenn man 15 Jugendspieler und drei Neuzugänge integrieren muss. Es war alles etwas durcheinandergewürfelt. Die jungen Spieler haben das gut gemacht, aber wir haben eine homogene Truppe aufbrechen müssen", so Reichart. Zudem hatten die Sportfreunde Verletzungspech. Gleich im ersten Saisonspiel verletzte sich Co-Trainer und Top-Stürmer Steffen Fischer schwer. Nach seinem Kreuzbandriss droht ihm, so Reichart, wohl das Karriereende. "Er ist in dieser Liga locker für 25 bis 30 Tore gut. Da er uns fehlt, drückt besonders in der Offensive der Schuh", bedauert Reichart.

Im Winter sind in Kürzell keine Neuzugänge vorgesehen. "Wir bauen auf unsere eigenen Spieler. Dieser Unterbau ist uns besonders wichtig", betont der Vorstand. Ab dem 20. Januar steigen die Sportfreunde wieder ins Training ein.

Das Zwischenfazit vom Friesenheimer Sport-Vorstand Jürgen Adam zur Hinrunde fällt ernüchternd aus. "Wir haben eine gute Mannschaft, hatten in der Hinserie aber viele Verletzte und auch einige Corona-Fälle. Zudem spielen bei uns zwei bis drei Studenten mit, die sehr unregelmäßig da waren. Unserem jungen Team fehlt es noch an Erfahrung. Wir waren nicht immer klar unterlegen, machen unsere Chancen aber vorne nicht rein und werden hinten bei Rückstand zu nervös", analysiert Adam.

Das Ziel für die Rückrunde sei es, "drei bis vier Plätze" weiter nach oben zu kommen. Dafür werden in Friesenheim allerdings keine neuen Spieler verpflichtet. "Und wir werden auch keinen Abgang haben", ist sich Adam sicher.

TGB-Sportvorstand Batuhan Tug war mit der Hinrunde "sehr zufrieden" – bis das Spiel gegen Ottenheim am 8. Spieltag kam (0:4). "Nach dieser Niederlage hatten wir viele Verletzte, darunter drei schwere Knie-Verletzungen von Stammspielern. Wir haben die Lücken mit jungen Spielern zu füllen versucht, aber zu viele Fehler gemacht. Nach dem Ottenheim-Spiel war der Rest der Hinrunde zu schwach von uns", gesteht Tug ein.

Anders als in Kürzell und Friesenheim hat der TGB schon einen Neuzugang für die Rückrunde präsentiert. Qusay Mohamad kommt vom FV Dinglingen. "Zudem haben wir noch zwei weitere Spieler aus der eigenen Jugend hochgezogen", berichtet der Sportvorstand.

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