Besuch im Bildungszentrum Kinder befragen Redakteure der Lahrer Zeitung

Herbert Schabel

Zeitung lesen macht Spaß, diese Erfahrung haben die Kinder der Klassen 4a und 4b des Geroldsecker Bildungszentrums gemacht. Zum Abschluss ihres Zeitungsprojekts im Fach Deutsch begrüßten sie Gäste aus der LZ-Redaktion bei sich.

Seelbach (sl). Mehrere Wochen hatte die Lahrer Zeitung in den beiden Klassen als Unterrichtsmaterial gedient. Die Schüler der 4b wählten bei der täglichen Lektüre die Artikel aus, die sie am meisten interessierten, schnitten sie aus und sammelten sie in einem Ordner. Hoch im Kurs standen vor allem Berichte über den Europa-Park, über Promis, Tiere oder aus dem Lokalsport, besonders, wenn es darin um den Fußballverein vor Ort ging, in dem Jungs aus der Klasse selbst mitkicken. So machten die Kinder die schöne Erfahrung, dass es gedruckte Nachrichten gibt, die sie begeistern.

Das erfuhren Herbert Schabel und Christopher Piskadlo aus der LZ-Redaktion beim Besuch im Bildungszentrum, zu dem sie Marisa Spannagl, die Lehrerin der 4b, eingeladen hatte. Im Klassenzimmer der 4a, wo die Lehrer Andreas Elsässer und Nadine Schampers das Zeitungsprojekt gesteuert hatten, hingen sogar ganze Zeitungsseiten an einer Wäscheleine quer im Raum – als Anschauungsmaterial.

Die Schüler stellten Fragen zum Redakteursberuf und zum Arbeitsablauf in der Redaktion. Die erwachsenen Gäste freuten sich ihrerseits zu erfahren, was die Kinder übers Zeitungsmachen denken. Ein Missverständnis wurde gleich ausgeräumt: Lokalredakteure beziehen ihre Auskünfte nicht aus dem Internet, höchstens als Hintergrund-Info, sondern sind vielmehr vor Ort unterwegs, gucken und hören sich in der Stadt um. Auch die anstrengende Seite des Berufs kam zur Sprache – nämlich dass Redakteure durchaus unter dem selbst auferlegten Druck stehen, jeden Tag spannende Berichte zu veröffentlichen, selbst wenn nichts Aufregendes passiert. Aber die Kinder erfuhren auch, dass der Beruf Freude macht, da man kreativ sein kann und mit seinen Artikeln sehr viele Menschen erreicht.

Insgesamt haben beide Seiten etwas gelernt. Die Besucher aus der LZ-Redaktion nehmen die Erkenntnis mit, dass der Lehrerberuf ganz schön fordernd sein kann. Denn obwohl die Kinder brav waren und bei den Fragen immer viele Finger nach oben gingen, waren die Gäste von der Lahrer Zeitung hinterher recht geschlaucht. In Ruhe einen Artikel zu schreiben kostet nicht so viel Kraft, wie vor einer Klasse zu stehen.

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