Bau der Fertighauswelt beginnt Die ersten Häuser stehen schon in Grafenhausen

Kappel-Grafenhausen - Der Anfang ist gemacht in Grafenhausen: Auf 17 .000 Quadratmetern plant der Bundesverband Deutscher Fertigbau "Europas modernste Ausstellung". Zwei der 15 Häuser stehen bereits. Fertig wird das Dorf wohl im Herbst, die Ausstellung öffnet im April.

15 Musterhäuser, 17. 000 Quadratmeter, 15 Millionen Euro Investitionskosten – das sind die Eckdaten der "Fertighauswelt Schwarzwald", die in Grafenhausen an der A 5 entsteht. 14 Unternehmen aus ganz Deutschland sowie eines aus Österreich werden dort ab April ihre Mustergebäude vorstellen. Im Fokus liegt das klimafreundliche Bauen.

Noch gleicht das Gelände im Südosten Grafenhausens einer großen Bauwüste. Dass bereits im Herbst alle Häuser fertig sind und im April ein ganzes Dorf mit Grünanlagen für Besucher eröffnen kann, ist beim derzeitigen Anblick nur schwer vorstellbar. Doch Ausstellungsmanager Christoph Windscheif erklärte, dass pro Woche zwei Häuser gebaut werden sollen. "Rasant schnell" gehe es voran.

Achim Hannott, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) nahm den Baubeginn zum Anlass, sich bei allen Beteiligten für das "sehr gute und faire Miteinander" zu bedanken. Sein Dank galt vor allem Bürgermeister Jochen Paleit, allen Mitarbeitern der Verwaltung sowie allen Firmen, die das Projekt begleiten.

Das Ziel sind 40.000 Besucher jährlich

Paleit schloss sich dem Dank an und blickte auf "intensive Jahre" zurück. Er betonte – besonders im Hinblick auf die aktuelle Hochwasserkatastrophe in Deutschland – wie wichtig klimafreundliches Bauen sei. Für Wetterextreme wie außergewöhnliche Regenfälle, sei das Gelände mit großen Versickerungsflächen vorbereitet.

Die einzelnen Gebäude, so heißt es von Seiten des BDF, sind an den Nachhaltigkeitszielen der UN und am Klimaschutzplan der Bundesregierung orientiert. Die CO2-Bilanz der Fertighauswelt werde fortlaufend dokumentiert. In der Bauphase werde auf umweltverträgliche Materialien wert gelegt, die Häuser sind überwiegend aus Holz. Zudem werden Solaranlagen integriert.

Windscheif betonte zudem, dass auch die geplanten Grünflächen ihren Teil zum Klimaschutz beitragen sollen. 34 große Laubbäume will der Betreiber auf dem Gelände pflanzen. Hinzu kommen mehr als 100 Sträucher sowie Wiesen für die Bienen.

Das Ziel sei, ab April die Tore für bis zu 40. 000 Besucher jährlich zu öffnen, so Windscheif. Werbung werde man vor allem im Internet machen, erklärte Hannott. Angedacht ist zudem ein großer Pylon, der von der Autobahn sichtbar sein soll. Auch Schilder würde die Firma anbringen, so sie denn genehmigt werden. Mit der Fertighauswelt, die die größte ihrer Art in Südbaden sein wird, wird sich der Anblick Grafenhausens drastisch ändern. Besucher wie Anwohner dürfen gespannt sein, wie sich aus der derzeitigen Bauwüste ein idyllisches Dorf entwickeln wird.

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