Ausschuss verabschiedet Konzept Neue Parkplätze können in Rust bald markiert werden

Alessandra Hamsch
Im Bereich zwischen "Hinter den Gärten" und Zollhausstraße sollen neue drei Parkplätze entstehen. Quelle: Unbekannt

Die Gemeinde Rust hat ihr Parkierungskonzept noch einmal nachgebessert und am Montagabend verabschiedet

Rust. Die Gemeinde Rust hat ihr Parkierungskonzept noch einmal nachgebessert. In der Ludwigstraße seien Straßenverkehrsbehörde und Polizei nun zu dem Ergebnis gekommen, dass entlang des Jugendzentrums keine Parkplätze markiert werden können, da die Straße dort zu schmal ist, erläuterte Hauptamtsleiterin Petra Engelmann. Im Bereich zwischen "Hinter den Gärten" und Zollhausstraße sollen dagegen drei Parkplätze entstehen. "Somit wird es in der Ludwigstraße insgesamt sechs Parkplätze geben", erklärte Bürgermeister Kai-Achim Klare. Bei diesen sowie bei allen weiteren Parkplätzen soll es eine Zwei-Stunden-Regelung geben.

Parkdauer von maximal zwei Stunden

Auch in der Kirchstraße muss die Gemeinde nachjustieren. Die Markierung des Parkplatzes direkt nach der Einmündung von der Ritterstraße in die Kirchstraße muss entfernt werden. "Nach Rücksprache mit der SWEG bestätigt sich, dass dieser Parkplatz gerade im Zusammenhang mit Bussen zu großen Verkehrsbehinderungen führt", schilderte Engelmann. Es sei auch schon zu Unfällen gekommen. Dafür soll vor dem Anwesen "Busch" ein weiterer Parkplatz markiert werden.

Auf der Seitenstraße der Schule wurde lediglich ein Parkplatz eingezeichnet. Gegenüber der Schule muss eine Markierung wieder entfernt werden, da dort ein Haltepunkt für den Ringbus eingeplant wird. In der Hindenburgstraße werden zusätzlich zwei Stellplätze vor dem Anwesen "Schmieder" senkrecht zur Straße markiert.

Vor dem Gästehaus "Am Sonnenplatz" werden parallel zur Straße nur noch zwei Stellplätze zugelassen. "Dieser Platz wäre sonst komplett zugeparkt", erklärte der Bürgermeister. Im Bereich Hindenburgstraße – bei der ehemaligen Bushaltestelle – sollen zusätzlich zwei Parkplätze markiert werden. Es soll an allen Parkplätzen eine Zwei-Stunden-Regelung geben. "Die zwei Parkplätze auf dem Sonnenplatz gefallen mir nicht", sagte Günter Emy (Aktive Bürger). "Im Moment standen da sonst vier bis sechs Autos. Wir haben das Ganze schon auf zwei reduziert", so Klare. "Wir haben auch schon massiv Druck von den Anliegern bekommen, weil diese zwei Stellplätze auch noch auf eine Parkdauer von zwei Stunden beschränkt sind. Dennoch ist die Versorgung mit Stellplätzen Aufgabe des Eigentümers und nicht der öffentlichen Hand", erläuterte Klare.

In erster Linie wolle man die Situation für die Fußgänger und die Platzqualität verbessern. "Auch den Einwohnern wollen wir die Möglichkeit geben, Gäste zu empfangen". Die Fahrzeuge können ab 18 Uhr über Nacht an den Stellplätzen stehengelassen werden. Der Rat stimmte einstimmig für die neue Stellplatzregelung.

Keine Parkplätze im Landschaftsschutzgebiet

Ein weiteres Thema war das Parken von E-Autos auf der Grünfläche beim Sportplatz. In der Gemeinderatssitzung vom 29. April 2019 wurde das Parken von E-Autos auf der Grünfläche beim Sportplatz beschlossen. Nun habe der Polizeiposten und der Gemeindevollzugsdienst die Gemeinde darauf hingewiesen, dass dies nicht zulässig sei. "Laut Polizeiverordnung ist es untersagt, auf Grün- und Erholungsflächen Fahrzeuge abzustellen und den Parkweg zu befahren", erklärte Engelmann. Sie betonte, dass die Fläche im Landschaftsschutzgebiet liegt und man deshalb keine andere Wahl hätte als dies zu regulieren. Bei Nichteinhaltung droht ein Verwarngeld von 55 Euro. "Wir haben hier auch nicht das Problem des Stellplatzmangels", kommentierte Klare.

"Ich bin etwas erstaunt über die Änderung", sagte Ewald Scherer, (FW). "Es gibt auch Fahrräder, die bis 25 Kilometern pro Stunde fahren und die dürfen auch am Fahrradabstellplatz parken." Die nächsten Parkplätze sind 60 Meter entfernt, diese Strecke könne man auch laufen, meinte der Bürgermeister: "Es geht hier um den Grundsatz, dass wir nicht immer überall den Autofahrer in die erste Reihe an das Gebäude heranbringen müssen." Andreas Link (CDU) stellte die Frage: "Wie erkläre ich es den Bürgern, dass im September an dieser Stelle ein Straßenfest mit Festzelt und mit Kühlwagen stehen darf, aber die Bürger sonst nicht dort parken dürfen?" Auch Ewald Scherer (FW) störte sich an der Argumentation der Behörde. "Mich stören die vier bis fünf Autos nicht", sagte Karl-Heinz Debacher (SPD). Der Bürgermeister versprach nach den Einwänden des Gemeinderats, den Punkt in den Masterplan Verkehr als Arbeitsauftrag mit aufzunehmen.

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