Anzeige SV Rust will keine Achterbahnfahrt

Die Ruster Neuzugänge in der Saison 2019/20 (vorne, von links): Mihai Tabarana, Laurentiu Petean, Sebastian Glück, Herrmann Wotschel, Ebrahima Manga, Stefan Monin, Moritz Rehm, Artur Schlotgauer und Rasim Kastrati. Hinten, von links: Ralf Arndt (Vorstand Verwaltung), Karl-Heinz Ohnemus (Vorstand Technik) und Trainer Reiner Heitz. Foto: Fissler Foto: Lahrer Zeitung

Abgänge: Mark Kassel (SG Rheinhausen), Karlheinz Metzger, Julian Lange (beide SC Kappel), Dominik Schmider (FSV Altdorf), Danny Durst (SC Orschweier), Motasem Hammad (TuS Oppenau), Nils Arndt (SC Wallburg).

Zugänge: Stefan Monin (Bulgarien), Laurentiu Petean (Bahlinger SC ), Mihai –Christian Tabarana, Herrmann Wotschel (beide FV Ettenheim) Artur Schlottgauer, Rasim Kastrati (beide SC Kuhbach-Reichenbach), Sebastian Glück (SC Lahr), Moritz Rehm (SV Grafenhausen), Sven Bolz (SC Wyhl).

Trainer: Reiner Heitz (2. Saison); Trainer 2. Mannschaft: Benno Kassel (4. Saison).

Eine Doppelmeisterschaft feierte der SV Rust in der abgelaufenen Saison. Während der Titel für die Reserve unter Trainer Benno Kassel in der Kreisliga B absehbar war, kam die Meisterschaft im letzten Spiel für die erste Mannschaft eine Liga höher doch überraschend. Denn im Prinzip hatte man sich in Rust bereits auf die Relegationsspiele gegen die Sportfreunde Ichenheim eingestellt.

Reviernachbar SV Grafenhausen, der unbedingt noch einen Zähler beim Spitzenreiter SV Mühlenbach benötigte, ebnete mit einem 2:1-Sieg im Kinzigtal den Weg zum Titel. Unweit entfernt hielt der SV Rust beim SV Steinach mit 2:1 die Fahnen hoch und sicherte im letzten Spiel die kaum mehr für möglich gehaltene Meisterschaft und die damit verbundene Rückkehr in die Bezirksliga.

Der Ruster Trainer Reiner Heitz hatte vor dem letzten Spieltag zumindest noch die vage Hoffnung auf den Titel geäußert: "Wir wussten, dass Grafenhausen noch einen Punkt braucht, um nicht abzusteigen und wir mussten unsere Hausaufgaben machen. Dennoch war es natürlich eine Riesenfreude", so Heitz.

Sieben Spieler verließen den Verein. Besonders schwer dürfte dabei der Abgang von Eigengewächs Motasem Hammad wiegen. Der wieselflinke Außenstürmer, den es nach der Meistersaison ein paar Ligen höher zum Landesligisten TuS Oppenau zog, traf in der vergangenen Spielzeit stolze 20 mal bei 28 Einsätzen. Und auch beim neuen Verein benötigte der 19-Jährige keine lange Anlaufzeit: Beim 3:0 im Test gegen den SV Oberharmersbach erzielte der einstige Jugendkicker des SV Rust alle drei Treffer und im Verbandspokalspiel gegen den SC Lahr (2:6) war Hammad ebenfalls mit einem schönen Knaller zum 1:0 für seinen neuen Klub erfolgreich.

Und diese Lücken um Hammad und Co. gilt es nun zu schließen: "Ja klar haben uns gute Spieler verlassen. Deshalb brauchen wir auch eine gewisse Anlaufphase, bis alle Mechanismen wieder greifen. Junge Spieler und Neuzugänge integrieren ist die vorrangige Aufgabe", betont Heitz.

Mit Laurentiu Petean steht Heitz dabei ein wirklich hochkarätiger Neuzugang zur Verfügung, der die jungen Spieler mit seiner Erfahrung leiten soll. Der rumänische Ex-Profi spielte die letzten beiden Spielzeiten beim Regionalliga-Aufsteiger Bahlinger SC, wo der 31-Jährige jedoch nach dem Aufstieg keinen neuen Vertrag erhalten hatte. BSC-Trainer Axel Siefert hatte seinem Schwager Reiner Heitz den Tipp gegeben, dass der zentrale Mittelfeldspieler nicht nur auf dem Markt sei, sondern sich auch einen Wechsel in die Nachbarschaft durchaus vorstellen könne.

Den ersten Test für die runderneuerte Truppe aus Rust gab es mit Neuzugang Petean beim 4:1-Sieg in Orschweier. Primäres Ziel bleibt beim Aufsteiger jedoch der Klassenerhalt: "Die Jungs sind motiviert und ziehen sehr gut mit. Das passt und macht mich optimistisch für die neue Bezirksligasaison. Und da wollen wir aus einem gesunden Kollektiv heraus agieren", verspricht Heitz.

Einen kleinen Dämpfer und einen Vorgeschmack auf die Klasse der kommenden Gegner erhielten der Ruster Coach und sein Team allerdings schon Ende Juli in der ersten Hauptrunde des Bezirkspokals. Dort war für die Parkstädter gegen den Liga-Konkurrenten SV Haslach Endstation.

Die Ruster Reserve nahm ebenfalls ihr Aufstiegsrecht war und spielt in der kommenden Saison in der Kreisliga A. Trainer Benno Kassel freut sich auf die neue Herausforderung: "Für die Jungs ist es wichtig, dass sie gefordert werden. Das war in der abgelaufenen Runde nicht immer so. Deshalb haben wir auch den Aufstieg wahrgenommen."

  • Bewertung
    1