Anzeige Man kann jederzeit alarmiert werden

Priorität bei jedem Einsatz hat die Rettung von Menschenleben: Längst beschränkt sich das Aufgabengebiet der Feuerwehr nicht mehr auf das Löschen von Bränden, auch Bergungen bei Unfällen oder Hilfe bei Überschwemmungen zählen dazu. Foto: Feuerwehr Rust Foto: Lahrer Zeitung

65 Einsätze hatte die Feuerwehr Rust 2018 bewältigt - und genießt für Ihren Einsatz hohes Ansehen im Ort.

Sich für den Ort und dessen Bewohner stark zu machen, ehrenamtlich Verantwortung zu übernehmen und anderen helfend und unterstützend in schwierigen Situationen zur Seite zu stehen – im Ernstfall auch unter Einsatz des eigenen Lebens – das sind die Grundsätze, denen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Rust verschrieben haben.

Gegründet hat sich diese im Mai 1873, entstanden aus einer Löschgruppe heraus. Aber bereits 1556 finden sich in der Ruster Dorfordnung erste Vorschriften im Umgang mit dem Feuer, wie Karl-Heinz Debacher in "Die Geschichte des Feuerlöschwesens in der Gemeinde Rust" schreibt. Inzwischen ist das Löschen aber längst nicht mehr die einzige Aufgabe der Feuerwehr.

"Allem übergeordnet ist das Retten von Menschenleben, das hat Priorität vor allem anderen", betont Schriftführer Dino Himmelsbach. Dazu gehört "bei Bränden, Unfällen, Überschwemmungen und ähnlichen Ereignissen Hilfe zu leisten, das heißt Menschen, Tiere und Sachwerte zu retten, zu schützen und zu bergen." Für diesen Einsatz genießt die Ruster Feuerwehr bei der Bevölkerung, dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung einen sehr hohen Stellenwert, wie Himmelsbach aus eigener Erfahrung weiß.

65 Einsätze hatte die Wehr 2018 bewältigt – darunter auch den Brand im Europa-Park. Dazu wurde sie zwölf Mal als überörtlicher Führungstrupp zur Kommunikationsunterstützung und Dokumentation hinzualarmiert. So kamen 3126 Einsatzstunden zusammen. Darüber hinaus haben die Wehrleute fünf Sicherheitsdienste geleistet, je zwei Umzüge und Prozessionen abgesichert.

"Man muss jederzeit damit rechnen, alarmiert zu werden", beschreibt Himmelsbach die Herausforderung, die das Ehrenamt bei der Feuerwehr mit sich bringt. Aktuell stellen sich dieser 48 Kameraden und 17 Kameradinnen. Sowohl jüngere als auch ältere Mitglieder sind unter ihnen vertreten. Zudem gibt es noch die Jugendfeuerwehr mit 16 Jungen und acht Mädchen sowie eine Altersabteilung mit 21 Kameraden.

Kommandant der Ruster Wehr ist seit 2016 Florian Bachmann. Als Sohn eines Feuerwehrkommandanten liegt ihm die Begeisterung für dieses Ehrenamt im Blut. "Für mich brach eine Welt zusammen, wenn ich als Kind meinen Vater nicht zur Feuerwehr begleiten durfte", schildert der 39-Jährige seine bereits frühe Begeisterung für die Feuerwehr. "Helfen und gleichzeitig Teil einer festen und verlässlichen Gemeinschaft zu sein, macht Spaß und ist sehr bereichernd", erklärt er die Motivation hinter seiner Arbeit als Kommandant.

Bachmanns Ziel sei es, die Feuerwehr Rust stetig weiterzuentwickeln und die vielseitigen Herausforderungen bestmöglich anzugehen. Stolz macht es ihn dabei mit der Feuerwehr Rust eine so motivierte Truppe zu leiten: "Ohne diesen gemeinsamen Zusammenhalt könnte keine Feuerwehr funktionieren", lobt er seine Kameraden.

Ihm zur Seite bei seiner Arbeit steht Alexander Schindler als sein Stellvertreter. "Mir ist es persönlich wichtig, Verantwortung für andere Menschen, die Dorfgemeinschaft und die Heimat zu übernehmen", erläutert Schindler und ist sich sicher: "Ohne dieses Miteinander kann unsere Gesellschaft nicht funktionieren."

Unter dem Hashtag #wirfür rust ist die Feuerwehr Rust stetig in den sozialen Netzwerken präsent und auf der Suche nach Verstärkung. Besondere Voraussetzungen muss man dafür nicht mitbringen: "Bei uns ist jeder willkommen und wird nach seinen Stärken gefördert", erläutert Himmelsbach. Zudem sei für ihn die interkommunale Zusammenarbeit ein wichtiger Schritt in die Zukunft. "Für diese ist es um so wichtiger, dass sich junge Menschen dem Ehrenamt bei der Feuerwehr und auch bei allen anderen Organisationen offen zeigen", erklärt er.

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