Anzeige Guter Whisky kommt aus Biberach

Whisky, der aus dem Schwarzwald stammt? Vor 15 Jahren gründete Martin Brosamer die Kinzigbrennerei Biberach – und hat sie als eines der Whisky-Urgesteine im süddeutschen Bereich etabliert. Das wird nun am Samstag und Sonntag, 17. und 18. August, gefeiert.

Vor 15 Jahren gründete Martin Brosamer die Kinzigbrennerei Biberach – das wird nun am Samstag und Sonntag, 17. und 18. August, gefeiert.

In der vierten Generation schon führen der Brennmeister Martin Brosamer und seine Frau Tanja seit 2001 den landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit der angegliederten Brennerei, in der seit 2010 mehr Whisky produziert wird als Obstbrand und Likör.

Und die kommende Generation scheint in den Startlöchern zu stehen: Immer wieder streckt Brosamers bald elfjähriger Sohn Lukas den Finger in die Höhe, um über den im Jahr 2004 hier erstmals eingelagerten Whisky zu berichten. Aus diesem ist inzwischen ein besonderer Tropfen geworden, der nun als 15-jähriger Single Malt auf den Markt kommt – , anlässlich der großen Feier auf dem Hof im Biberacher Urbann

Whisky, das ist Alkohol, der durch das Destillieren von Getreide- oder Maismaische gewonnen wird und anschließend über Jahre in teils wechselnden Holzfässern reift. "2001 hatten wird das alte Obstabfindungsbrennrecht aufgegeben und stattdessen ein gewerbliches Abfindungsbrennrecht gekauft, um Getreide destillieren zu können" erklärt Brosamer.

Allerdings war damals nicht der Gedanke an Whiskys ausschlaggebend, sondern der Brosamers Wunsch nach mehr Flexibilität in seinem Beruf: Somit hat er auch die Möglichkeit in den Jahren, in denen die Streuobstwiesen des Hofs nur wenig hergeben, auf höchstem Niveau produktiv zu sein. So brannte Brosamer zunächst Korn. Inzwischen bietet er aber acht Whisky-Sorten an.

Den dazu erforderlichen Alkohol gewinnt er per Zweifach-Destillation aus teils selbst angebautem Getreide. Der für Brosamers "Schwarzwälder Whisky" benötigte Roggen stammt beispielsweise zu 100 Prozent von den eigenen Feldern. "Mit dem Roggenanbau haben wir vor zehn Jahren angefangen", erklärt der Landwirt. Ihm ist es ein Anliegen, Produkte herzustellen, die möglichst durchgängig aus seinem Betrieb stammen. Das geht bis hin zu den Fässern im Whiskylager: Ein Teil wurde aus Eichenholz gefertigt, das im zum Hof gehörenden Wald geschlagen wurde.

Mindestens drei Jahre und einen Tag muss die Spirituose lagern, damit sie sich Whisky nennen darf. Wobei die Holzfasslagerung für die eigentliche Aromatik sorgt. "Einen guten Whisky machen mindestens 60 Prozent Fass-Aromen aus", weiß der Mann, der laut eigenem Bekunden schon immer ein leidenschaftlicher Whisky-Fan war. Auch die Farbe des Getränks stammt vom Holz, sofern es sich um neue Fässer handelt. Andernfalls müsste Zuckercouleur als Einfärbungsmittel eingesetzt werden. Das wäre zwar erlaubt, ist aber nicht in Brosamers Sinne.

Je älter der Whisky, desto größer sind die zwischen 50 und 580 Liter fassenden Fässer. Brosamers achtjähriger Single Malt lagert beispielsweise sechs Jahre lang in 100-Liter-Fässern aus neuer Eiche, um dann jeweils ein Jahr lang Aromen zunächst aus gebrauchten Sherry- und dann aus Ex-Bourbon-Fässern zu ziehen.

Für eine Sache brennt der Landwirt besonders: "Wir wollen die Leute davon überzeugen, dass wir auch in Deutschland richtig guten Whisky machen können und eine Konkurrenz zu den schottischen Betrieben sind." Kleinke-Bialy

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