Anzeige Emmaus präsentiert neue Station für junge Pflegebedürftige

In den neuen Räumen des Emmaus ist immer etwas los. Fotos: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Das Emmaus schreibt in Oberweier mit seinem Neubau eine Erfolgsgeschichte. Innerhalb kürzester Zeit war der Gebäudekomplex fertig gestellt – und damit eine Heimat für 75 Menschen in der stationären und Kurzzeitpflege geschaffen.

Pflege ist aber nicht nur eine Frage des Alters", weiß Heimleiterin Claudia Collet. Oft treffe junge Menschen ein Schicksalsschlag, woraufhin die Unterbringung in einer Einrichtung notwendig werde. "Aber Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren haben ganz andere Bedürfnisse", ist sich Collet sicher. So verlangen sie beispielsweise mehr Teilhabe in der Öffentlichkeit. Wichtig seien Theater- oder Kinobesuche. Außerdem seien junge Menschen ganz anders vernetzt. Da sind Laptop und das geliebte Smartphone selbstverständliche Alltagsbegleiter. Vielleicht überkomme den ein oder anderen hin und wieder die Lust auf eine Pizza – was bei älteren Bewohnern eher selten eintreffe.

Aus Gründen wie diesen bedürfe es bei jungen Menschen grundsätzlich anderer Therapieansätze und einer differenzierten Art der pflegerischen Begleitung. Diesen komplett unterschiedlichen Bedürfnissen wird das Emmaus neuerdings auf einer besonderen Station gerecht.

In einem eigenen Wohnbereich finden junge Menschen, die aufgrund von Unfällen, Schlaganfällen sowie schweren chronischen oder neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose pflegebedürftig sind, ihre eigene Gemeinschaft. "Junge Menschen stehen mitten im Leben, sie wollen ihre Interessen verfolgen und ihre persönlichen Ziele umsetzen", betont Collet. Die individuelle Biografie des einzelnen berücksichtigend, orientiert sich die Art und Weise der Pflege, Betreuung und Begleitung.

Im Haus Emmaus wird seit vielen Jahren das ganzheitliche Gesundheitskonzept nach Sebastian Kneipp gelebt. Wasseranwendungen, Wassertretbecken, Wickel oder Waschungen sowie ein Kräutergarten ergänzen die klassische Pflege. "Es soll unseren Bewohnern rundum gut gehen", beschreibt Collet, die sich selbst ausgebildete Kneipp-Gesundheitstrainerin nennen darf. Seit vier Jahren ist das Emmaus zertifiziert nach den Richtlinien Sebastian Kneipps. Der Kneipp-Gedanke ist im Haus an allen Ecken zu spüren und zu erleben. In jedem Bad sind auch Kneipp-Güsse möglich.

Gäste sind übrigens jederzeit im Emmaus willkommen. Das Kneipp-Café bietet täglich von 12 bis 13 Uhr offenen Mittagstisch, Kaffee und Kuchen warten jeden Tag von 14 bis 17 Uhr auf die Besucher. cbs

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