»Animal SOS Hofstetten« Zu viele Geschichten für einen Brief

Christine Störr
Auch um Resi haben sich die Ehrenamtlichen von der privaten Tierschutz-Initiative "Animal SOS Hofstetten" gekümmert. Foto: Störr

Hinter der privaten Tierschutz-Initiative "Animal SOS Hofstetten" liegt ein ereignisreiches und anstrengendes Jahr. Darüber informieren die Verantwortlichen Isabelle Obert sowie Annette Lauble mit ihren Töchtern Hannah, Sarah und Helena.

Hofstetten - "Mit 48 Tieren haben wir innerhalb des letzten Jahres so viele Tiere vermittelt, wie nie zuvor", erklärte Isabelle Obert. Im Gesamten seien 29 Katzen und sieben Kaninchen vorübergehend aufgenommen worden, die durchschnittlich 33 Tage im eigenen Zuhause gesund gepflegt wurden. Einige der Tiere seien auch dauerhaft aufgenommen worden oder so schwer krank gewesen, dass sie es nicht überlebt hätten.

41 Katzen sind vermittelt worden

"Dieses Jahr befinden wir uns zum ersten Mal in der Situation, dass wir nicht die Geschichte jedes Tieres in einem kleinen Brief erzählen können, weil es einfach den Rahmen sprengen würde", steht im Weihnachtsgruß der Engagierten zu lesen. Ein sehr wichtiger Teil ihrer Arbeit besteht jedes Jahr in der Kastration von wildlebenden und Bauernhofkatzen. Insgesamt wurden 66 Katzen kastriert, 14 davon auf einem einzigen Hof in Mühlenbach. Zwischen Anfang Mai und Ende November wurden insgesamt 41 Katzen in ein neues Zuhause vermittelt, nachdem durchgängig drei bis neun Kätzchen in den eigenen vier Wänden des Animal-SOS-Teams wohnten. "Das sind so viele Katzen wie noch nie in der Geschichte von Animal-SOS", betonte Isabelle Obert. Die Freude über die Vermittlung der Tiere in gute Hände wäre sehr groß und sporne für die Arbeit im neuen Jahr an. Eine große Herausforderung im zu Ende gehenden Jahr sei der Verkauf eines Hofes im Kinzigtal gewesen, wo wildlebende Katzen zunächst in Lebendfallen verbracht und anschließend vermittelt werden mussten. Neun der zwölf Katzen fanden mittlerweile ein neues Zuhause.

"Villa Möhre" und "Bunnytown"

Aus der Kaninchen-Seniorenresidenz "Villa Möhre" mussten drei Tiere verabschiedet werden, zwei neue kamen dazu und ein Kaninchen-Paar wurde kurzfristig aufgenommen und dann weiter vermittelt. Auch im Kaninchenzentrum Bunnytown war Einiges los. Dort wurden zu Jahresbeginn vier Tiere aus der Tierherberge Offenburg aufgenommen, die aus einem Privathaushalt gerettet worden waren. Zwei der vier zogen dauerhaft in "Bunnytown" ein, weitere vier Kaninchen wurden bis zur weiteren Vermittlung aufgenommen und ein Kaninchen verstarb nach langer Krankheit. Mit der Aufnahme der neuen Tiere mussten auch der Freilauf und die Ställe erweitert werden.