Altenheim "Wo viel Licht ist, ist auch Schatten"

Zahlreiche Besucher kamen zur Eröffnung der neuen Ausstellung in die Friedenskirche nach Altenheim. Foto: Fink Foto: Lahrer Zeitung

Das Thema "Licht und Schatten" der neuen Ausstellung in der Friedenskirche in Altenheim zog zahlreiche Gäste an. Sabine Lingner vom Arbeitskreis "Kultur in der Kirche" erläuterte, welche Symbolik sich hinter den Werken verbirgt.

Altenheim. Zur Vernissage der neuen Kunstausstellung in der Friedenskirche, die der Arbeitskreis "Kultur in der Kirche" organisiert hat, konnte Sabine Lingner eine große Anzahl an Besuchern neben den Künstlern begrüßen. Die Männer des "Chorus Delicti" sorgten für die musikalische Umrahmung. Die Ausstellung "Licht und Schatten", wie der Arbeitskreis sie titulierte, präsentiert Malereien, Fotografien sowie dreidimensionale Werke aus Ton, Holz und Pappmasche.

Der Arbeitskreis freue sich über die Werke, von altbewährten aber auch neuen Künstlern. "In der Kunst, besonders in der Malerei, ist das Thema Licht und damit auch Schatten eine unendliche Geschichte", sagte Lingner. Selbst die moderne abstrakte Malerei kenne helle und abstrakte Farbtöne zur Kontrastierung und alle Abstufungen zwischen weiß und schwarz.

Auch in Redewendungen findet sich immer wieder "Licht und Schatten"

Dass auf diese Weise nicht nur K ontraste beeindrucken können, sondern ganz speziell Tiefe und Räumlichkeit im Bild erzeugt werden, das beweisen bei der Ausstellung unter anderem die Werke, wenn man die Bilder aus einer gewissen Entfernung aus betrachte.

Lingner demonstrierte in ihrer Eröffnungsrede, wie oft Licht und auch Schatten in Redwendungen verwendet werden: "Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten", "Über den eigenen Schatten springen", "Man sieht kein Licht am Ende des Tunnels" oder "Man will sich ins rechte Licht rücken" waren nur einige Beispiele.

Diese Dualität – Licht und Schatten – ist bei einigen Exponaten der Ausstellung deutlich sichtbar: "Wir sehen einen Wolf, über den sich Tierschützer und Umweltfreunde freuen, während sich die Freude bei Schäfern, deren Lämmer gerissen werden, in Grenzen hält", erklärt Lingner anhand eines Werks. Eine weitere großformatige Fotografie verströmt das innere und äußerliche Leuchten einer jungen Frau, aber auf einer Seite ihres Gesichts liegt auch ein Schatten.

Gerade zum Jahresende hin würden sich die Menschen sich mit rückblickenden Gedanken über das sich entfernende Jahr stellen und sich fragen: "War das Jahr nun hell oder dunkel?" Gerade aus diesem Grund hat der Arbeitskreis für die elfte Ausstellung auch dieses Thema gewählt. "Oft dient den Künstlern das Licht und der Schatten als künstlerisches Mittel, um Räume mit intensiver Licht-Wirkung zu schaffen. In denen der Mensch nebensächlich zu anonymen Wesen wird", erläuterte Lingner und lud zum Schluss zum Rundgang durch die Ausstellung und zu einem kleinen Umtrunk ein. Großer Dank ging an die Sänger des "Chorus Delicti", die mit ihrem Gesang den Abend im Kirchenraum erleuchteten.

Die Ausstellung ist bis einschließlich Sonntag, 5. Januar, sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Nach telefonischer Anmeldung können unter Telefon 07807/5 63 Sondertermine für Gruppen vereinbart werden.

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