Altenheim Mehr als 2000 Unterschriften für die "Linde"

Patrick Löffel (rechts) überreichte Bürgermeister Jochen Fischer die Liste mit den über 2000 Unterschriften. Foto: Fink Foto: Lahrer Zeitung

Altenheim (df). Der Kampf um das Gasthaus Linde geht weiter. Mehr als 2000 Unterschriften hat Patrick Löffel gegen den Abriss des Gasthauses gesammelt. Am Montagnachmittag übergab er diese im Besprechungszimmer des Rathauses in Altenheim an Bürgermeister Jochen Fischer. Für Patrick Löffel und seine Mitstreiter steht fest: die Linde muss bleiben.

Sie bedauern, dass die Kultkneipe abgerissen werden soll. Die 2000 Unterschriften hatte er über die Fasent gesammelt, zusätzlich kommen noch 178 Stimmen – Stand Montag – aus einer Online-Abstimmung dazu. Für seine Aktion bekam Löffel fast nur positive Rückmeldungen. Bürgermeister Jochen Fischer fand das Engagement zwar lobenswert, dennoch entgegnete er, dass der Ausbau des Busbahnhofes an dem sich drei Linien kreuzen, dringend notwendig sei. Für diesen Ausbau müsste das Gasthaus abgerissen werden.

Es bestehe Handlungsbedarf, da die SWEG behindertengerechte Haltestellen fordere, insbesondere wegen der Schüler an denen die Busse nah vorbeifahren, so Fischer. Löffel sah dies anders und widersprach, der Abriss für die Bushaltestelle stehe in keinem Verhältnis zum Verlust. Auch wenn die Kneipe neun Jahre lang nur noch über Fasent geöffnet und für Familienferien und ähnliches gemietet werden konnte, verlöre man durch den Abriss wieder eine echte Kneipe wie schon damals mit dem Abriss des Salmen.

Gasthaus "Linde" könnte zur Kulturstätte werden

Gerald Zimpfer, ein Mitstreiter, stellte ein Konzept vor, wie man die Linde zukünftig betreiben wolle. Seine Firma Messe-Event würde die Linde pachten. Einmal in der Woche am Mittwoch solle dann ein Stammtisch stattfinden. Außerdem sollen kulturelle Veranstaltungen wie Kabarett, Kunst und Musik die Linde bereichern. Es gäbe auch schon Sponsoren, die ihr Vorhaben unterstützen würden. So sind die Ulmer Brauerei und die Winzergenossenschaft Durbach vom Konzept nicht abgeneigt.

Bürgermeister Jochen Fischer fand das Engagement zwar lobenswert, meinte aber auch, man könnte das Konzept auch an einem anderen Standort ausführen, zum Beispiel in der Bahnhofwirtschaft, die ebenfalls im Besitz der Gemeinde ist. Löffel widersprach, dieses Gebäude sei zu groß und habe außerdem "keinen Kneipenflair".

Ortsvorsteher Jochen Strosack erinnerte daran, dass das Gebäude des Gasthauses in einem renovierungsbedürftigen Zustand ist und dass schon zuvor Wirte aufgeben mussten. Noch ist der Abriss aber nicht in trockenen Tüchern. Fischer erklärte, man habe noch Spielraum zur Einrichtung des Busbahnhofes. Das müsse noch mit der SWEG Verwaltung sowie im Ortschaftsrats besprochen werden. Letzten Endes muss der Gemeinderat entscheiden, ob die Linde bleiben oder weichen muss.

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