Altenheim Leichtsinn und Wahnsinns-Tore

Oliver Gieringer traf zweimal beim Heimsieg des TuS Altenheim. Foto: Wendling Foto: Lahrer Zeitung

Auch wenn sich Altenheim den ein oder anderen Leichtsinnsfehler leistete, so war der Sieg gegen Oberhausen verdient und souverän. Die Konkurrenz aus Meißenheim verlor derweil gegen die Spitzenmannschaft SG Muggensturm/Kuppenheim.

Südbadenliga Süd: TuS Altenheim – TuS Oberhausen 38:27 (19:16). In souveräner Manier setzten sich die Hausherren am Freitag durch. "Auch, als es zwischendurch wieder auf zwei Tore Abstand ging, hatte ich nie das Gefühl, das Spiel könne kippen. Wir konnten uns immer wieder Bälle in der Abwehr erobern und durch schnelle Angriffe nachlegen", sagte Altenheims Trainer Stefan Bayer. Der Riedverein lag beständig vorne, erneut erwischten Altenheims Torhüter jedoch keinen guten Tag, so dass die "Hüsemer" Kontakt halten konnten. "Oberhausen hat sich nicht schlecht verkauft, wir haben ihnen zwischendurch aber auch immer wieder die Tür geöffnet und dazu eingeladen, dran zu bleiben", schilderte Bayer.

Jugendlicher Elan bei den Altenheimern

Nach der Pause blieb der Gast bis zum 22:20 (39.) dran, nach einer Auszeit zogen die Hausherren dann mehr und mehr. Zum Teil zeigte man im Angriff die eine oder andere kleine Leichtsinns-Aktion, was der Trainer seinem jungen Aufgebot aber nicht ankreidete. "Auch wenn nicht jeder Pass exakt ankommt, kurz darauf folgen wieder ein, zwei Wahnsinns-Tore. Da ist viel jugendlicher Elan dabei", ordnete Bayer den Fortlauf des Spiels ein.

Über 24:20 (41.) nahm die Begegnung beim 29:23 (50.) deutliche Formen an. "Am Ende sind elf Treffer Abstand ein paar zu viel, ich hoffe, dass wir in den kommenden Spielen auch knapper verlaufende Phasen ähnlich meistern können wie jetzt gegen Oberhausen", schloss Stefan Bayer. Altenheim: Wilhelm, Schäfer – Teufel, Pfliehinger 1, Rudolf 2, Meinlschmidt 9, Barbon, Ammel 1, Schilling 6, Glunk 13/1, Schaumann 1, Kugler, Biegert 3, Gieringer 2. Oberhausen: Stich, Morga – Köbele 8/4, Klausmann 2, F. Stern 2, Martinez 3, Maurer 2, Zehnle 1, Zamolo 4, Freppel, Erb, Moser 2, Röderer, Kölblin 3. Südbadenliga Nord: SG Muggensturm/Kuppenheim – HTV Meißenheim 33:21 (15:10). "Man hat den Unterschied gemerkt. Mit Baden-Baden und Sinzheim konnten wir trotz schlechter Minuten mithalten. Eine Topmannschaft macht mir dir dann aber kurzen Prozess." HTV-Trainer Christian Huck schilderte die Niederlage seines Teams in erster Einschätzung nüchtern. Die Gäste zeigten phasenweise guten Handball. Zehn gute Minuten vor und nach der Pause reichten gegen ein Spitzenteam aber nicht. Gleichwohl hielt der Riedverein die Partie bis zum 5:5 (11.) offen, erst im Laufe der ersten Hälfte konnte sich die SG absetzen auf 12:7 (20.).

"Danach ist es uns gelungen, die Abwehr bärenstark zu stellen, Steffen Bader hat erneut ganz stark gehalten", befand Huck. Nach der Pause kehrte der Gast stark zurück, verkürzte auf 17:16 (38.) – die Schlüsselphase. "Wir schaffen es wieder nicht, das Remis herzustellen. Muggensturm reagierte prompt, zog auf sechs Treffer (44.) weg, die Köpfe gingen nach unten", so Huck. Von da an kam der SG-Express ins Laufen und drängte den Gegner deutlich vom Gleis. "Das Resultat ist um drei bis fünf Tore zu hoch ausgefallen, spiegelt den Verlauf nicht wieder", verdeutlichte der HTV-Coach. Seine Mannschaft habe "sogar phasenweise dominiert", alles in allem sei die SG-Überlegenheit anzuerkennen. Weiter zu steigern bleibt der Abschluss, "wir hatten nur 55 Prozent Trefferquote, gerade von Außen", bilanzierte Huck. Ein Sonderlob erhielt Debütant Philipp Zürcher, der 35 Minuten zum Einsatz kam und dabei zwei Treffer erzielte. Meißenheim: Bader, Blum – M. Zürcher 2, Ammel 7, Funke 3, P. Zürcher 2, Schröder 1, Leppert, Ehret 1, Nickert 2/2, Haag, Hasemann 1, Jochheim, Velz 2.

Herbolzheim verliert gegen Ehingen deutlich

Südbadenliga Süd: TV Herbolzheim – TV Ehingen 25:36 (14:19). Unter dem Strich keine Chance sollten die Gastgeber gegen Ehingen haben. Die Gäste traten ähnlich abgezockt auf wie in der Vorwoche gegen Altenheim, bewiesen dazu bereits in der ersten Hälfte gnadenlose Effizienz in der Verwertung ihrer vielen Chancen. Über 7:12 (18.) lag der TVH frühzeitig hinten, zur Pause betrug der Abstand bereits satte fünf Treffer. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Partie schnell zur eindeutigen Angelegenheit. Die Gäste legten mit weiteren Treffern nach, so dass Herbolzheim endgültig den Anschluss verlor. Ab diesem Zeitpunkt, der sich über 17:24 (37.) und 22:30 (52.) weiter ausprägte, ging auch der Wunsch der Schadensbegrenzung verloren. Ehingen konnte seinen Vorsprung ausweiten. Herbolzheim: Ohnemus, Gasser; Willmann 1, Schmieder 6, P. Hoch, Reymann 1, Schrodi 2, Troxler 2, Weber 2, Guth 1, T. Hoch 1, Bührer 8/3, Blättler 1, Weiss 1.

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