Altenheim Konkurrenz für Ortenauer Topteams

Mit Altenheim und Konstanz treffen am kommenden Samstag zwei Konkurrenten im Aufstiegskampf aufeinander. Foto: Fissler

Neben Hofweier, Schutterwald und Altenheim wollen plötzlich noch andere Teams beim Thema Aufstieg in die Oberliga ein Wörtchen mitreden. So haben die Reserve der HSG Konstanz und der TuS Helmlingen inzwischen richtig gute Karten.

Im Handball geht es manchmal ganz schnell. Wenige Sekunden entscheiden häufig über Sieg oder Niederlage. Drei Monate sind deshalb im Handball Welten. Beweis gefällig? Mitte Dezember stand Phönix Sinzheim nach einem Sieg gegen den TuS Altenheim noch an der Spitze der Südbadenliga. Nur drei Monate später hat der Phönix jedoch mächtig Federn gelassen und ist inzwischen bis auf Platz Sieben der Tabelle durchgereicht worden. Aus dem Aufstiegskampf in der sehr engen Liga haben sich die Sinzheimer wohl verabschiedet. Während der damalige Vierte, HGW Hofweier, inzwischen die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung vor dem Dezember-Fünften aus Schutterwald anführt, hat sich heimlich, still und leise ein neuer Kandidat im Aufstiegskampf in Stellung gebracht, den vorher wohl keiner so richtig auf der Rechnung hatte: die Zweitliga-Reserve der HSG Konstanz. Nur noch drei Punkte Rückstand hat die Mannschaft von Trainer Matthias Stocker auf Spitzenreiter Hofweier. In Elgersweier gelang dem Team vom Bodensee mit dem 26:21 der sechste Sieg hintereinander. Und so langsam dämmert auch der Konkurrenz, dass sie Konstanz besser auf dem Zettel haben sollten. "Alle Großen müssen noch nach Konstanz", beschreibt Schutterwalds Trainer Nico Baumann die Lage. Sein Team macht dabei am kommenden Wochenende den Anfang. "Deshalb hat die HSG eigentlich alle Trümpfe in der Hand." Für Baumanns junge Truppe, die sich trotz der jüngsten Niederlage beim sich ebenfalls noch im Aufstiegsrennen befindlichen Überraschungsteam TuS Helmlingen, auf dem zweiten Platz erstaunlich gut schlägt, geht es nun "in die heiße Phase der Saison."

Heiß hergehen wird es auch beim Fünften aus Helmlingen in den nächsten Wochen. Am kommenden Wochenende ist der TuS bei Hofweier zu Gast, sieben Tage später empfängt die Mannschaft von Trainer Dragi Paunovic in den "Wochen der Wahrheit" mit der SG Muggensturm/Kuppenheim einen weiteren Favoriten.

Helmlingen entscheidet direkten Vergleich

Wie sehr Paunovic die Aufstiegsränge der Südbadenliga im Blick hat, bewies der Trainerfuchs dabei beim 34:22-Sieg gegen Schutterwald. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende der Partie nahm der TuS-Coach beim Stand von 31:22 seine letzte Auszeit, um sein Team daran zu erinnern, dass es nach der 22:31-Niederlage im Hinspiel unbedingt den direkten Vergleich gewinnen müsse: mit drei Toren in Serie gehorchte seine Truppe aufs Wort: "Den direkten Vergleich haben wir jetzt als Vorteil. Jetzt hoffen wir noch auf einen weiteren Ausrutscher von Schutterwald und dann hoffentlich auf den Relegationsplatz", so der Serbe, der bereits zu Oberligazeiten des Vereins als Spieler für den TuS auf der Platte stand.

Helmlingens großes Plus könnte die imposante Jugendarbeit sein. So sind mit Joel Kraus, Jan Rampart, Cedric Huber, Steve Reichenberger und Marc Müller fünf Spieler 19 Jahre oder jünger. Auch die anderen sind Anfang bis Mitte Zwanzig. Viele dieser Spieler betreute Paunovic bereits als Trainer der B-Jugend. Einzig Torhüter Robert Kovacs (31) und Rückraum-Shooter Tomasz Pomiankiewicz (34) fallen da etwas aus der Reihe. "Am Ende steigt diejenige Mannschaft auf, die sich in den verbliebenden Spielen die wenigsten Ausrutscher leistet", ist sich der serbische Trainer sicher.

Dass der Aufsteiger aus der Südbadenliga in der Oberliga keineswegs Kanonenfutter sein muss, beweist in diesem Jahr eindrucksvoll Viertliga-Aufsteiger TuS Steißlingen. Die Mannschaft von Trainer Jonathan Stich steht aktuell auf einem sehr guten achten Platz und wird mit dem Abstieg sicherlich nichts mehr zu tun haben.

  • Bewertung
    2