Altenheim Annika Wendle holt bei DM Bronze

Lange Zeit lieferte die Altenheimerin Annika Wendle (blaues Trikot) Titelverteidigerin Nina Hemmer im Viertelfinale einen großen Kampf. Am Ende unterlag die U23-Europameisterin jedoch mit 2:9. Foto: Herzog Foto: Lahrer Zeitung

Bei den deutschen Freistil-Meisterschaften der Frauen und Männer im saarländischen Riegelsberg hat Annika Wendle die Bronzemedaille gewonnen. Im Viertelfinale war die Altenheimerin an der Vorjahressiegerin gescheitert.

Elena Brugger vom Bundesligisten Tus Adelhausen traf gleich zum Auftakt auf Titelverteidigerin Sandra Paruszewski (AV Sulgen). Das taktisch geprägte Duell entschied die Dinkelberg-Ringern mit einem erfolgreichen Beinangriff mit 3:1 für sich. Im vierten und letzten Kampf gegen Anastasia Blaywas (KFC Leipzig) brauchte es eine große Kraftanstrengung. Bis etwa 30 Sekunden vor Kampfende lag die Leipzigerin beim Stand von 2:2 noch vorn, ehe Brugger alles riskierte und mit 8:2 gewann. U23-Europameisterin Annika Wendle (ASV Altenheim) scheiterte im Viertelfinale an Vorjahresmeisterin Nina Hemmer (AC Ückerath) mit 2:9 und sicherte sich mit einem Schultersieg über Jenny Hast (RLZ Aschaffenburg) die Bronzemedaille.

Nadine Weinauge vom KSK Furtwangen, die nach langer Verletzungszeit wieder nationales Parkett betrat, stand nach einem Hüftschwung gegen Vize-Europameisterin Anna Schell (SC Unterföhring) kurz vor dem Schultersieg und der Sensation. Die Bayerin konnte sich jedoch befreien und kam wenig später selbst zum Schultersieg. Pech hatte Weinauge auch im Halbfinale, als sie von Maria Selmaier (Apolda) ausgekontert wurde und trotz furioser Aufholjagd mit 4:7 unterlag. Die KSK-Ringerin tröstete sich mit der Bronzemedaille nach einem Schultersieg über Verbandskollegin Johanna Meier (Weitenau-Wieslet).

Bis ins Halbfinale hatte es auch Sina Moosmann vom KSV Tennenbronn geschafft, ehe sie von Emilie Haase (RV Talheim) gestoppt wurde. Im Kampf um Platz drei kassierte die Tennenbronner DM-Frauen-Debütantin eine Schulterniederlage gegen Angelina Purschke (Warnemünde) und wurde Fünfte.

Seinen Kritikern über den dritten Platz bei den Junioren begegnete Lars Schäfle (RKG Freiburg) mit einer bärenstarken Turnierleistung. Der Titelverteidiger stand nach Siegen über Thomas Gebhardt (KSV Appenweier/12:2), Schaman Kasumov (Köln/3:2) und Joshua Morodion (Berlin/7:1) erneut im Finale der 86 kg Klasse, das er nach packendem Verlauf gegen Achmed Dudarov (SV Weingarten) knapp mit 2:3 verlor. Auch Schäfles Vereinskamerad Adrian Wolny stand im Finale (70 kg). Er lieferte dem späteren Sieger Tim Stadelmann (Nürnberg) einen über weite Strecken offenes Duell, in dem sich der Nürnberger mit 4:2 durchsetzte.

Jeweils Bronze gab es für die Brüder Nico (61 kg) und Luca Megerle (70 kg/beide ASV Urloffen). Nico wurde im Halbfinale vom späteren Meister Viktor Lyzen (KSV Köllerbach) gestoppt, hatte aber bei der 7:9 Niederlage ebenso die Chance auf den Sieg. Den Kampf um Platz drei gewann der Hofstetter mit 11:1 gegen Simon Hüttner (AC Goldbach). Luca hatte im Semifinale gegen Wolny mit 1:12 das Nachsehen und holte sich bronzenes Edelmetall durch einen 9:2-Punktsieg über Hamzat Awtaew (TV Essen-Dellwig).

Südbaden gewinnt Länderwertung bei den Frauen

Die fünfte Bronzemedaille für den SBRV sicherte Felix Krafft (TuS Adelhausen), der Silbermedaillengewinner Robin Ferdinand (ASV Boden) mit 8:9 hauchdünn unterlag. Für die beiden Tennenbronner David Brenn (61) und Timo Moosmann (65 kg) sprangen die Plätze sieben und acht heraus. Brenn verlor das Verbandsduell gegen Nico Megerle mit 2:6 und war nach Megerles Niederlage im Halbfinale aus dem Rennen. Moosmann scheiterte bereits in der Qualifikation an Leon Gerstenberger (AB Wurmlingen) und war eine Runde später zum Zuschauen verurteilt, nachdem Gersternberger an Awtaew mit 1:4 hängen blieb.

Der Essener Awtaew war Manuel Wolfer schon in Runde eins zum Verhängnis geworden, als es für den Wiesentäler nach starkem Beginn noch eine 2:8-Niederlage setzte. In der Länderwertung der Frauen siegte Südbaden (29 Punkte) vor Brandenburg (24), Bayern (20) und Württemberg (19). Bei den Männern triumphierte in der Länderwertung Bayern (79) vor Saarland (74) und Südbaden (58).

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