Altenheim Am Bodensee geht es um den Aufstieg

Jubeln will Schutterwalds Torhüter Felix Heuberger auch gegen den Konkurrenten aus Konstanz. Foto: Wendling Foto: Lahrer Zeitung

Alle Augen gehen am Samstag in Richtung Bodensee, wo mit der Zweitliga-Reserve der HSG Konstanz und dem TuS Schutterwald zwei absolute Spitzenteams aufeinandertreffen. Für beide Teams geht es um den Aufstieg.

 

(ps). HC Hedos Elgersweier - HGW Hofweier (Samstag, 20 Uhr). Beim HGW benötigt man die Punkte, um die Tabellenführung zu verteidigen. Die Hausherren wollen auch die allerletzten Zweifel am Klassenerhalt endgültig aus dem Weg räumen. Dabei werden die personellen Sorgenfalten beim HGW nicht kleiner. Trainer Michael Bohn weiß ein Lied davon zu singen: "Wir hatten unter der Woche wieder mit Personalsorgen zu kämpfen. Beide Herzog-Brüder drohen auszufallen. Sie konnten die Woche über nicht trainieren. Besser sieht es dagegen wieder bei Marko Bures aus. Ich erwarte ein hart umkämpftes Derby. Elgersweier kann nach den jüngsten Erfolgen befreit aufspielen. Nichtsdestotrotz wollen wir unsere Erfolgsserie fortsetzen." (tom). BSV Phönix Sinzheim – TB Kenzingen (Samstag, 20 Uhr). Die Kenzinger Abstiegskampf-Tour gastiert am Wochenende in Sinzheim (Platz acht, 19:21 Punkte). Die vergangenen sieben Begegnungen haben die "Feuervögel" verloren, sich somit längst aus dem zwischenzeitlichen Titelkampf verabschiedet. Vielleicht ein Ansatzpunkt aus Kenzinger Sicht (Platz zwölf, 11:29 Punkte), nach sogar acht Niederlagen in Reihe derzeit ebenfalls kein Ausbund an Selbstvertrauen. Zu den ungebrochen herrschenden personellen Problemen gesellte sich vergangenes Wochenende die Streichung eines Akteurs aus dem Kader, nachdem dieser in eine körperliche Auseinandersetzung am Rande des Reserve-Spiels verwickelt war. Der Verein beriet danach intern über Konsequenzen.

Kenzingens Trainer Aurelijus Steponavicius konzentriert sich mit seiner Mannschaft derzeit vor allem auf die Defensive. Er sieht dabei gute wie auch weniger gute Aspekte. "Gegen Elgersweier standen wir sehr stabil, haben im Angriff aber keinen Druck entwickelt. Wir brauchen die Punkte, möglichst schon in Sinzheim", so der Coach. Im Duell der Verunsicherten wird es darauf ankommen, wer die aktuell angehäuften Defizite schneller in den Griff bekommt. TV St. Georgen – TuS Altenheim (Samstag, 19.30 Uhr). Bei den Gästen aus der Ortenau (Platz sechs, 24:16 Punkte) war zuletzt die Luft etwas raus. Verletzungen und Krankheit beutelten den Kader von Trainer Timo Heuberger, dem die Alternativen auf der Bank fehlten. Der Coach ist daher selbst gespannt, welches Gesicht sein junges Team am Samstag beim Letzten (6:34 Punkte) im Schwarzwald zeigen wird.

TuS bei "Team der Stunde" gefordert

Keine Frage, wer rein tabellarisch betrachtet eigentlich als Favorit gelten muss, doch das Spiel ist auch Einstellungssache. Die fehlte Heuberger zuletzt am Bodensee etwas, bei allem Verständnis für die schwierige Situation. Die Hoffnung besteht, dass gerade der in der Abwehr zuletzt schmerzlich vermisste David Reuter sein Comeback feiern kann. Wie die Sachlage bei den Grippegeplagten steht, die entsprechenden Trainingsrückstand aufweisen, entscheidet sich kurzfristig. Der Tabellenletzte hat gegen den Riedverein nichts zu verlieren, während der TuS seine Bilanz von drei Punkten aus den jüngsten fünf Spielen unbedingt aufpolieren will. HSG Konstanz II – TuS Schutterwald (Samstag, 15 Uhr). "Wir treten bei der derzeitigen Mannschaft der Stunde an", bringt es Gästetrainer Nico Baumann vor dem anstehenden Topspiel knapp auf den Punkt. Die Ortenauer (Platz zwei, 29:11 Punkte) waren die bis dato letzte Mannschaft, die die HSG-Reserve (Platz vier, 28:12 Punkte) besiegen konnte. Seither gewann die Bodensee-Truppe siebenmal in Serie. Beide Teams besitzen eine ähnliche spielerische Veranlagung, im Hinspiel hatte der TuS knapp das bessere Ende für sich. "Eine gute Abwehr können beide stellen, das sehe ich als Schlüssel, ebenso, wer mehr Konsequenz an den Tag legt", glaubt Baumann. Der Gegner stehe nicht von ungefähr in der erweiterten Tabellenspitze, "es wird ein schwieriges, gerade auch physisch forderndes Spiel", kann sich der TuS-Coach gut vorstellen. Ein weiterer Schlüsselaspekt: "Jeder Einzelne muss dieses Spiel mit aller Konsequenz wollen, wir dürfen uns insbesondere in der Rückzugsphase keine leichten Fehler erlauben, sonst bauen wir die HSG auf", weiß Baumann. Er kann auf denselben Kader bauen wie vergangene Woche.

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