Altdorf In Altdorf dreht sich alles ums Fliegen

Altdorf - Die Altdorfer Flugtage sind am Samstag zunächst vollkommen ins Wasser gefallen. Doch tags darauf hellte sich die Stimmung auf, denn es herrschte wieder besseres Wetter.

 

Das ist bei den alljährlichen Wochenend-Flugtagen lange nicht mehr passiert: Am Samstag herrschte am Altdorfer Flugplatz ungemütliches und kühles Regenwetter, entsprechend dünn fiel deshalb der sonst gewohnte Besucherzustrom aus. Doch am Sonntag wurde alles besser, mitsamt dem Flugwetter.

20 selten gesehene Autos rollten am Samstag zum gemeinsamen Start zu einem Oldtimer-Ausflug an. Der Regen machte ihnen nichts aus, zur Mittagszeit trafen sie sich allesamt ohne Pannen beim Flugplatz wieder. Dabei war auch Walter Lutz, Vorsitzender des Oldtimerclubs Orten­au (Oco), mit einem Studebaker Commander Starlight als Straßenkreuzer-Veteran von 1949 – mit satten 100 PS, erzeugt von der benzinschluckenden Vier-Liter- Hubraummaschine. Ein betagter Ford Mustang-Sportwagen ließ sich ebenso bewundern wie ein sportlicher Chevrolet Camaro, außerdem ein schon historischer VW-Bus Multivan mit originaler Westfalia-Camping­ausstattung als früher Club Joker oder ein alter Porsche.

In den Altdorfer Lüften tat sich dafür am Samstag leider wenig. Zwar hatten sich manche treuen Besucher trotzdem eingefunden, die teils in Regenkleidung vereinzelt angewandert waren. Doch das von Valentin Rosemann koordinierte Programm fiel buchstäblich überwiegend ins Wasser. So konnten verständlicherweise auch nicht die angekündigten Tandem-Fallschirmsprünge stattfinden. Viele Piloten befreundeter Flieger-Vereine hatten ihren Anflug mit teils spektakulären Maschinen, etwa der legendären DO 27, sicherheitshalber auf Sonntag verschoben.

Die Modellbauer der "Grashüpfer" aus Biberach mussten ebenfalls darauf verzichten, ihre wertvollen selbst konstruierten Fluggeräte vom Segler über historische Doppeldecker oder gar Mini-Düsenflugzeugen auszustellen oder gar vorzuführen.

Dennoch ging man in den nachmittäglichen Regenpausen noch in die Luft, nämlich zu kleinen Rundflügen für gewohnt günstige Preise. Da ergriff auch die Ettenheimer Familie Holtfoth die Gelegenheit, ihre Kinder Marc (6) und Leia (4) erstmals auf eine Runde hoch über die heimatliche Region zu schicken. Und die waren hellauf begeistert von ihrem ersten Flugerlebnis. Sogar unsere Zeitungs- Fotografin Sandra Decoux- Kone, ansonsten eher höhenscheu, wagte sich erstmals mit einem erfahrenen Piloten in die Lüfte ihrer Heimat. Auch sie empfiehlt seitdem, sich den ungewohnten Blick von oben auf die kleine Welt keinesfalls entgehen zu lassen.

Zum Trost für die veranstaltende Fliegergruppe Lahr/Ettenheim, die besser als andere stets aus erster Hand darüber informiert ist, war für den Samstag deutlich trockeneres Klima angesagt worden. Manche der am Samstag ausgefallenen Attraktionen konnten dann nachgeholt werden. Darüber berichten wir noch.

Weitere Bilder: www.lahrer-zeitung.de

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