Altdorf FSV Altdorf behält einen kühlen Kopf

Erfolgreiche erste Hauptrunde für die Ortenauer Teams: Altdorf, der OFV und Kehl haben ihre Partien jeweils gewonnen. Weniger gut lief es dagegen für den Bahlinger SC, der sich beim Freiburger FC aus dem Wettbewerbe verabschiedete.

1. Runde Verbandspokal: FV Schutterwald – Offenburger FV 2:4 (1:1). Bei Landesligist Schutterwald musste sich Offenburg vor 350 Zuschauern zumindest eine Stunde lang in allen Belangen strecken. Nach ruhigem Beginn bei hochsommerlicher Hitze gelang dem Verbandsligisten durch Marco Petereit die Führung (18.). Geschockt zeigten sich die Hausherren davon allerdings nicht, denn nur acht Minuten später konnte sich Kevin Kopf mit dem 1:1 für seine Farben auszeichnen (26.).

Drei Tore innerhalb von zehn Minuten sorgen für die Entscheidung

Die neuerliche Führung ließ Marco Junker (Offenburg) aus, als er einen Strafstoß versiebte (38.). Kurz nach der Pause schien Jakob Yildirim (47.) kurzzeitig die Wende einzuleiten, doch keine Minute später war Jonas Pies dafür verantwortlich, die Offenburger mit dem 2:2 (48.) wieder zurück auf den Weg des Erfolgs zu leiten. Der OFV schien jetzt auf den Geschmack gekommen zu sein und binnen zehn Minuten war die Sache entschieden. Offenburg: Vögele; Junker, Geiler (82. Feißt), Leist, Leopold, D. Kopf, Feger, Petereit (78. Repple), Pies, Kehl (63. Tsolakis), Kinast (71. Schlieter). Tore: 0:1 Petereit (18.), 1:1 K. Kopf (26.), 2:1 Yildirim (47.), 2:2 Pies (48.), 2:3 Junker (51.), 2:4 Junker (58.). Freiburger FC – Bahlinger SC 3:0 (1:0). Eine echte Überraschung des Oberligisten, der auf heimischem Platz dem klassenhöheren BSC wenig Chancen ließ. Freiburg schloss phasenweise an die starke Form der abgebrochenen Saison an, konnte ergebnistechnisch durch einen entscheidenden Doppelschlag kurz vor und kurz nach der Pause profitieren. Die entsprechenden Treffer erzielten Marco Anlicker und Alexander Martinelli. Bahlingen musste sich nach diesem zweifachen Schock in kürzester Zeit erst einmal schütteln.

Der BSC war um eine Wende bemüht, doch den Kaiserstühlern fehlten letztlich die klaren Abschlüsse, um die sicher agierende Freiburger Abwehr zu gefährden. Sieben Minuten vor Schluss sorgte Adriano Toth schließlich für die endgültige Entscheidung aus Freiburger Sicht. Der FFC war insgesamt die bessere Mannschaft, verdarb sich allerdings den guten Auftritt durch zwei Feldverweise in der Schlussphase. Bahlingen: Geng; Adam, Häringer, Rodas, Probst (46. Resch), Fischer, Wehrle (46. Alihoxha), Gbadamassi, Köbele (77. Novakovic), Klein (73. Bischoff), Pepic. Tore: 1:0 Anlicker (45./+1.), 2:0 Martinelli (47.), 3:0 Spoth (83.). Gelb-rote Karten: Freiburg (90., 90./+5.). Kehler FV – SV 08 Kuppenheim 1:0 (1:0). Kehls Trainer Frank Berger hatte im Vorfeld ein Verbandsliga-internes Duell auf Augenhöhe erwartet. Genauso kam es, denn der Gast erwies sich als stabil defensiver, nur selten auszuhebelnder Kontrahent. Offensiv klemmte es jedoch hüben wie drüben, sodass die Partie im Rheinstadion zur Pause lediglich wenige Höhepunkte erlebte. Felix Armbruster verwandelte in der zehnten Spielminute einen Strafstoß zur Kehler Führung. Auf Gästeseite war man zwar angesichts von vielen Freistößen präsent, tatsächliche Gefahr entstand daraus aber nur selten. Gabriel Springmann hätte eine Vorentscheidung einleiten können, traf allerdings nur die Latte (30.). Wenig veränderte sich in der zweiten Hälfte.

Der Kehler FV muss bis in die Nachspielzeit hinein zittern

Kuppenheim blieb weiterhin vorwiegend über Standards präsent, die klaren Gelegenheiten blieben aber aus. Kehl beschränkte sich in den Schlussminuten darauf, das knappe Ergebnis zu halten, etwas zu übermotiviert trat in der Nachspielzeit noch Gästeakteur Marek Balzer auf, der nach wiederholtem Vergehen per Ampelkarte des Feldes verwiesen wurde. Kehl: Künstle; Maier, Vetter (46. Venturini), Kopf, Sen, Armbruster (61. Keck), Kaiser, Springmann, Paqarizi (80. Makaya), Rother (55. Assenmacher), Moser. Tor: 1:0 Armbruster (10./FE). Gelb-rote Karte: Balzer (Kuppenheim, 90./+5.). VfB Waldshut – FSV Altdorf 0:1 (0:1). Personell pfiff der FSV vor der Partie aus dem letzten Loch und der Bezirksligist hatte für die Gäste eine unangenehme Überraschung parat. Gespielt wurde nämlich bei 40 Grad auf dem Kunstrasen. Trotz der Widrigkeiten zog sich der FSV gut aus der Affäre. Es war sogar ein höherer Sieg möglich, doch Jan Brunner verschoss einen verursachten Foulelfmeter. Der VfB hatte in der ersten Halbzeit Spielvorteile und auch ein Chancenplus. In die Defensivkarten der Altdorfer spielte allerdings die frühe Führung durch Maxi Junele (11.), der einen Konter erfolgreich abschloss.

Der FSV stand um die beiden routinierten Innenverteidiger Christoph Oswald und Felix Pietrock stabil und Dennis Fietzeck hielt seinen Kasten sauber. Mit zunehmender Spielzeit erlahmte das Engagement der Platzherren. Die schnellen Konterspieler der Altdorfer konnten immer wieder für Entlastung sorgen. Nach dem vergebenen Foulelfmeter versuchte es der VfB Waldshut noch einmal. Es blieb jedoch bei einem Strohfeuer, zudem reduzierten sich die Hausherren durch zwei Platzverweise in der Schlussphase selbst. Tor: 0:1 Junele (11.).

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