Altdorf Flugplatzfest (mm/dec)

Foto: Foto: Lahrer Zeitung

Drückende Hitze, ideales Flugwetter: Am Wochenende ist es bei den Altdorfer Flugtagen oft in die Luft gegangen. Kunstflugeinlagen mit großen und kleinen Maschinen ließen die Gäste ebenso staunen wie Rundflüge.

Altdorf. Einmal jährlich lädt die Fliegergruppe Lahr-Ettenheim (FLE) zum großen Flugplatzfest ein. Rasenpiste und Hangar des Vereins sind zwar dezent in der Vorberg-Landschaft versteckt. Trotzdem kennen nicht nur lokale Gäste den Weg dorthin längst. Auch wer sich zu seiner Flugangst bekennt und lieber am Boden bleibt, feiert beim Fest der FLE stets gerne mit. Traditionell werden dort außerdem kostengünstige Rundflüge angeboten. Das lockt sogar Luftskeptiker immer wieder erfolgreich, sich mit erfahrenen Piloten in kleinen Maschinen in den Himmel zu erheben, um die Heimat mal von oben zu betrachten.

Am Festsamstag war der Publikumsbetrieb angesichts heißer Temperaturen zwar im Vergleich zu den Vorjahren etwas verhalten. Trotzdem starteten vier der vereinseigenen Motor-Maschinen und ein Doppeldecker-Ultraleichtflugzeug aus Kehl immer wieder mit entschlossenen Passagieren. Es herrschte ideales Flugwetter mit klarer Sicht, wie es nicht besser sein könnte. Für Segelflieger allerdings weniger, denn die brauchen Thermik-Unruhe für den Auftrieb. Der Motorsegler der FLE stieg trotzdem zu Rundflügen auf. Dieser kann sich trotz mangelnder Auftriebswinde aus eigener Kraft in größere Höhen bringen, um dann wieder herunterzugleiten. Der kleine Flugtower hatte den Betrieb fest im Griff. Das DRK hielt sich dezent im Hintergrund und hatte nichts zu tun – außer sich selbst vor Sonnenbrand zu schützen.

Zwischendurch stiegen immer wieder Dutzende Modellflugzeuge auf. Deren Boden-Piloten sind überwiegend Mitglieder der mit der FLE befreundeten Modellfliegergruppe MSC Grashüpfer aus Biberach im Kinzigtal. Sobald die großen Maschinen Pause machten, starteten sie ihre kleinen. Etwa einen Pilatus PC 6, eine kraftvolle Miniatur- Fallschirmspringer-Maschine, die in Altdorf sogar einen nachgebauten Moswey 4a- Segler per Fernsteuerung auf 300 Höhenmeter schleppte.

Die Modellflieger können ihren Piloten am Boden mittlerweile über das Schalt-Panel mitteilen, was oben aktuell vor sich geht: ob Temperatur, Windsituation, Geschwindigkeit oder gar Ortsangabe per GPS-Satellit – alles ist ablesbar. Die Liebe zum detaillierten Modellbau geht so weit, dass in einem der Mini-Segelflieger etwa ein Puppen-Pilot mit selbst gestricktem Pullover und buschigem Flieger-Oberlippenbart sitzt.

Waghalsige Flugmanöver mit Modellhubschrauber

Stefan Nachler vom MFC Lahr Modellflug ließ seinen selbst zusammengebauten Mini-Hubschrauber vom Boden aus besonders waghalsige Kapriolen über dem Flugfeld vollführen – auch das natürlich immer in gebührendem Sicherheitsabstand zum staunenden Publikum.

Derweil flogen bis zum Abend noch weitere große Maschinen von auswärts mit echten Piloten ein. Diese spielten dann am Sonntag eine weitere Vorführ-Rolle – neben den schon zum Samstag zahlreich angereisten Oldtimern auf vier Rädern am Boden (wir werden berichten).

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