Altdorf Altdorfer freut sich auf "Formel-1-Flair"

Yannick Wälde – hier beim Rennen am Schluchsee 2018 – will auch in diesem Jahr wieder die Trophäe gewinnen. Fotos: Marc Wälde Foto: Lahrer Zeitung

Es ist ein besonderes Rennen für den Altdorfer Yannick Wälde. Denn beim Rennen am Schluchsee dürfen sich die Fahrer auf einem Straßenkurs beweisen. Nach den Siegen in den vergangenen beiden Jahren will Wälde nun das Triple.

2013 begann für den Altdorfer Yannick Wälde die Faszination Motorsport. "Ich war mit meinem Vater auf dem Nürburgring bei der Formel 1", erinnert er sich. Seitdem ist er infiziert, absolvierte wenig später auf der Kartbahn in Teningen die erste Fahrt. "Danach wurde es Stück für Stück immer mehr", sagt Wälde. Seit 2014 fährt er dann auch Rennen. Am Wochenende wartet nun ein "ziemlich besonderes" Rennen auf ihn und seine fünf Kollegen vom "Team Badenova". Denn statt eines kleinen Rundkurses auf einer Kartbahn müssen die Fahrer bei der "Badenova Hochschwarzwald E-Kart Trophy" einen 840 Meter langen Straßenkurs fahren. Die Strecke, die direkt am Schluchsee liegt, wird in dieser Zeit für den normalen Verkehr gesperrt. "Der Straßenkurs ist interessant", freut sich Wälde auf die Herausforderung beim "Monaco des E-Kart-Sports".

Die elektrisch angetriebenen Karts bekommen die Fahrer dabei vom Veranstalter gestellt, Chancengleichheit ist das Ziel. "Auf der Strecke müssen die Fahrer den Unterschied machen", erklärt Wälde. Und dafür haben sich er und seine Teamkollegen vorbereitet. Denn nicht nur die Verfassung des Karts ist entscheidend. "Die körperliche Fitness ist auch wichtig", weiß der 20-Jährige. Neben den Einheiten auf der Straße trainiert er daher auch seine Ausdauer und macht regelmäßig in den eigenen vier Wänden Übungen. "Wir sind gut vorbereitet", ist Wälde daher optimistisch für das Rennenwochenende, das am Freitag mit dem Training und dem Qualifying startet.

Punktevergabe und Fahrerlager erinnern an die Formel 1

Samstag geht es dann ans Eingemachte. In sieben Einzelrennen à 50 Minuten gibt es wie auch in der Formel 1 Punkte für die Platzierungen (das Team, das die meisten Runden in 50 Minuten fährt, gewinnt), die dann am Ende des Tages addiert werden. Und auch das Event an sich ähnelt dem großen Bruder. Mit Boxengasse und Fahrerlager kommt "Formel-1-Flair" auf, erzählt Wälde voller Vorfreude.

Doch bei allem Rahmenprogramm gilt es für die Fahrer dennoch, die Konzentration hochzuhalten. Mit 80 Stundenkilometern geht es auf die Strecke, den exakten Bremspunkt muss man da erst mal finden. Und natürlich kommt es auch auf die richtige Strategie an. Denn nach acht bis zehn Minuten werden die Fahrer "ausgewechselt" und ein Teamkollege geht auf die Strecke. Ähnlich wie bei der Formel 1 werden dann die gefahrenen Autos mit Strom so gut wie möglich wieder "aufgetankt". Den Akku darf man jedoch während der Fahrt dennoch nicht einfach vergeuden. "Man muss aufpassen, dass man den Akku nicht totfährt", erklärt Wälde. Ansonsten würde die Leistung des Karts zurückgehen und damit die Chancen auf den Sieg schmälern.

Beim "Team Badenova" wird nichts dem Zufall überlassen

Doch Wälde und seine Kollgenen sind mittlerweile erfahren genug, um eine gute Taktik zu wählen. Zudem sind sie auf alle Eventualitäten eingestellt. "Wir haben im Regen trainiert, um uns auf die nasse Strecke vorzubereiten", sagt Wälde, dessen großes Vorbild Sebastian Vettel ist. Dieser hat in der Formel 1 vier Mal den Weltmeistertitel geholt. Ein paar Ebenen tiefer will der Altdorfer am Wochenende Titel Nummer drei.

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