Alkohol, Böller und Co. Keine ruhige Silvesternacht in Notaufnahmen

Marco Armbruster
"Wie immer war das Personal mit hohem Einsatz gefordert", erklärt Kliniksprecher Christian Eggersglüß im Rückblick auf den Jahreswechsel. Foto: Roessler

Von einem ruhigen Jahreswechsel keine Spur: Kleine und große Notfälle haben die Mitarbeiter der Notfallambulanzen in Lahr und Offenburg in der Silvesternacht auf Trab gehalten – trotz geltender Corona-Einschränkungen.

"In den Notaufnahmen des Ortenau-Klinikums war es keine ruhige Silvesternacht", berichtet Kliniksprecher Christian Eggersglüß am Montag im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Zahl und Schwere der Fälle würden sich allerdings in einem ähnlichen Rahmen wie in den vergangenen Jahre bewegen.

Dass die zurückliegende Silvesternacht aufgrund der Einschränkungen ruhiger war als in den vergangenen Jahren, konnte die Mitarbeiter der Notaufnahmen laut Eggersglüß nicht feststellen. "Wie immer war das Personal mit hohem Einsatz gefordert, um die Patienten bestmöglich zu versorgen", versichert der Kliniksprecher. Vor allem Alkoholvergiftungen und Verletzungen durch Feuerwerkskörper traten im Zusammenhang mit dem Jahreswechsel auf.

Im Ortenau-Klinikum in Lahr nahmen demnach 19 Patienten die Hilfe der zentralen Notaufnahme in Anspruch: Darunter befanden sich acht unfallchirurgische Patienten, lediglich einer davon "mit kausalem Zusammenhang zu Silvester", erläutert Eggersglüß. Internistische Patienten wurden neun gesehen, drei im Zusammenhang mit Alkohol. Zudem zwei allgemeinchirurgische Patienten ohne ursächlichen Zusammenhang zu Silvester.

Am Ortenau-Klinikum in Offenburg gab es etwa ein Dutzend ambulante und stationäre Behandlungen wegen Alkoholvergiftung, Verletzung durch Scherben und circa fünf durch Feuerwerkskörper mit Verletzung von Händen und Gesicht. Zusätzlich habe es wie in jeder Nacht Patienten mit Herz- und Gehirnproblemen, Tumorschmerzen, Unfälle oder ähnlichen akuten Problemen gegeben, erläutert der Kliniksprecher.