Aktion in Lahrer Werk 200 Grohe-Mitarbeiter jetzt geimpft

Ralf Schundelmeier hatte die Impfaktion bei Grohe mitorganisiert und ließ sich dann auch selbst piksen. Foto: Merz

Lahr - Bei einer Impfaktion der Firma Grohe haben rund 200 Beschäftigte die Möglichkeit genutzt, sich kostenlos immunisieren zu lassen. In sechs Wochen folgen die Zweitimpfungen mit dem Biontech-Impfstoff.

Für die Impfaktion des Bad- und Küchenarmaturen-Herstellers wurde im Technikum auf dem Betriebsgelände ein werkseigenes Impfzentrum eingerichtet. "Alles ist aufgebaut wie in einem klassischen Impfzentrum, nur dass es hier angenehm klimatisiert ist", so Werkleiter Arnd Müller. Dank eines separaten Ein- und Ausgangs war es möglich, Abstände einzuhalten, einen Wartebereich einzurichten und in vier Kabinen die Dosen zu verabreichen. Anmeldung, Temperaturmessung, Beratung und Beobachtung gehörten auch hier mit zur Prozedur – wie im "richtigen" Impfzentrum.

Werksarzt Philipp Schwebius betreute den ganzen Ablauf und wurde von acht weiteren geschulten Kräften aus einer Arztpraxis unterstützt. "Hier finden in sechs Wochen auch die Zweitimpfungen statt", erklärte Müller, "wir sind wirklich stolz, dass wir das alles realisieren konnten". Die Impfaktion sei ein weiterer Baustein im Sicherheitskonzept für die Mitarbeiter der Firma und ein Beitrag zu den gesellschaftlichen Anstrengungen, die Corona-Pandemie zu überwinden.

Mitarbeiter konnten sich registrieren lassen

"Da es in Impfzentren momentan kaum freie Termine gibt, wurde die Aktion sehr gerne angenommen", berichtet der Werkleiter. Etwa 200 Mitarbeiter hätten sich vorab für eine Impfung registriert. "So konnten wir sehen, wie viel Impfstoff wir benötigen. Die 200 Biontech-Dosen, die wir daraufhin bestellt haben, sind auch angekommen."

Mitorganisiert wurde die Aktion von Ralf Schundelmeier, der sich auch selbst piksen ließ. Geplant sei gewesen, die Impfwilligen über den ganzen Tag verteilt zu immunisieren. Die Termine habe man so getaktet, dass ein reibungsloser Ablauf gewährleistet war.

"Es ist natürlich eine Privatangelegenheit, wer sich impfen lässt und wer nicht. Aus Gesprächen geht allerdings hervor, dass wir insgesamt eine sehr hohe Impfquote haben", so Müller und Schundelmeier. Viele Mitarbeiter, gerade Ältere, hätten sich schon vorher privat einen Impftermin besorgt.

Das Unternehmen habe während der Pandemie schon früh Maßnahmen zum Schutz der etwa 750 Mitarbeitern eingeleitet, hieß es. "Wir haben eine FFP2-Maskenpflicht eingeführt, auf Abstände geachtet, Belüftungsanlagen und CO2-Ampeln eingebaut und ein Testzentrum eingerichtet", so Müller. Der Betrieb sei recht gut durch die Pandemie gekommen. Es habe vereinzelte Corona-Fälle gegeben, wobei sich die Betroffenen aber nicht im Werk, sondern privat angesteckt hätten.

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