Achern Zoll-Kontrolle: Busfahrgast entpuppt sich als Räuber

Insgesamt 40 Zollbeamte waren im Einsatz, um das Verkehrsgeschehen zu durchleuchten. Foto: Zoll

Achern - Unter Federführung des Hauptzollamts Lörrach fand am 1. Oktober eine konzentrierte Kontrollmaßnahme des Schwerlastverkehrs auf einem Autohof entlang der A 5 bei Achern im nördlichen Ortenaukreis statt. Beteiligt waren Kräfte des benachbarten Hauptzollamts Karlsruhe, des Hauptzollamts Ulm, der Polizeipräsidien Freiburg und Offenburg, der Bundespolizeiinspektion Offenburg und des Bundesamtes für Güterverkehr.

Insgesamt 40 und Beamte waren im Einsatz, um das Verkehrsgeschehen zu durchleuchten. So wurde bei der Kontrolle von rund fünfzig Lkw und Reisebussen auch eine mobile Röntgenanlage eingesetzt. Dabei ging auch säumige Zahler ins Netz. Die Zollbeamten führten mehrere Vollstreckungsmaßnahmen wegen öffentlich-rechtlicher Zahlungsforderungen gegen Fuhrunternehmer durch und stellten Schmuggelgut fest. Auch die Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung stand auf dem Aufgabenzettel. Es gab Hinweise auf Mindestlohnverstöße. Zwei Fahrer gaben an, dass ihnen Arbeitsentgelt vorenthalten worden sei.

Ein Fahrer, der sich der Kontrolle entziehen wollte, war mit seinem weder zugelassenen noch versicherten Fahrzeug auf der Autobahn gefahren. An einem Reisebus wurden technische Mängel und in einem weiteren Fall wurde ein Verstoß gegen das Abfallgesetz festgestellt. Ein Fahrgast eines kontrollierten Fernreisebusses war wegen bewaffneten Diebstahls zur Festnahme ausgeschrieben. Dieser hatte er sich bis dahin entziehen können. In seinem Gepäck fanden die zuständigen Polizeibeamten hochwertige Fotoausrüstungsgegenstände, die vermutlich in der Schweiz gestohlen worden waren. Erschreckend hoch aber war die Beanstandungsquote bei der Überprüfung der Einhaltung der maximalen Lenkzeiten sowie der Mindestruhe- und -pausenzeiten.

Rund die Hälfte der überprüften Fahrer, auch von Reisebussen, hatte die wöchentliche Arbeitszeit sowie die Tageslenkzeiten überschritten und zu wenige Pausen eingelegt. Dasselbe gilt für die Fahrer von Reisebussen. Die entsprechenden Kontrollen haben Beamte der Außenstelle Stuttgart des Bundeamtes für Güterverkehr und der Polizei durchgeführt.

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