Die Leichtathleten "Rund um Wolfach" starten am heutigen Samstag, 22. April, ab neun Uhr ihren zwölften Marathon. 50 Kilometer bei 1800 Höhenmetern wollen sie in acht Etappen bewältigen. Ziel ist, mit den Einnahmen wohltätig zu spenden.

Wolfach. Schon Wochen zuvor haben sich die Läufer auf diesen Termin vorbereitet. Nun ist es endlich soweit: Heute geht es von der Herlinsbachschule ab 9 Uhr los. Erst gegen Abend, 18 Uhr, trudeln die Teilnehmer wieder dort ein, um sich zu duschen, frische Salate und Kuchen zu essen und gesellig beieinander zu sitzen.

Die Strecken sind teilweise abenteuerlich. "Früher hat man Waldlaufen gesagt, heute ist es Trailrunning", urteilt Siegbert Armbruster, der mit Heinz Schmitt den Lauf ins Leben gerufen hat.

Der FC Kirnbach hatte 2006 sein 50-jähriges Vereinsjubiläum gefeiert. Der Lauftreff beteiligte sich dabei mit einem 50-Kilometerlauf "Rund um Wolfach". 21 Personen nahmen damals teil und sorgten für 750 Euro Spendeneinnahmen für die Hilfsorganisation Benni & Co. "Wir haben offene Türen eingerannt", erinnert sich Armbruster. Die Idee sei "über Jahren über im Hinterkopf gereift", fügt er hinzu.

Laufend helfen wollen die Leichtathleten diesmal dem Patenverein Kinderlachen sowie dem Verein Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal. Auch 2017 beträgt die Startgebühr 25 Euro. Für jeden Kilometer gibt es 50 Cent. Das Tempo soll durch regelmäßige kurze Gehpausen so angepasst werden, dass auch Einsteiger eine Chance in die Ultraszene haben. Bis zu acht Stundenkilometer streben die Organisatoren an. Geschwindigkeiten zum 19. April konnten sich die Teilnehmer melden. Aber Schmitt verrät: "Wenn einer am Morgen da steht, schicken wir ihn natürlich nicht weg." Viele seien Wiederholungstäter, so Armbruster. Teilweise gebe es da schon "verrückte Sachen", die die Teilnehmer beim Laufen anzögen: Shower-Slippers und Barfußschuhe. Mehr als 20 000 Euro haben die Laufkumpanen seit dem Start 2006 eingenommen. Die Teilnehmer sind Mitte 20 bis 70 Jahre alt. 2016 nahmen 40 Läufer teil, die dann 3000 Euro erwirtschafteten. Ab 70 Teilnehmern, wie es 2014 beim neunten Spendenlauf geschah, sei die maximale Kapazitätsgrenze aber erreicht. Für die Teilnehmer ist die Aktion nicht nur ein Kick, um die eigene Leistungsfähigkeit zu testen, sie genießen auch die Momente, die sie gemeinsam mit den anderen an einem der idyllischen Orte verbringen. "Wir rennen nicht sinnlos in der Gegend herum", betont Armbruster.