Im Sportheim des SV Wittenweier sind die Ergebnisse der Umfrage "Sport im Ort" diskutiert worden. Mit der Umfrage sollte eine Tendenz herausgefunden werden, wie es mit dem Verein weitergehen soll.

Wittenweier. Mitte November haben sich die Mitglieder noch auf die Auflösung des SVW vorbereitet. Schließlich wurde die Option in den Raum gestellt, mittels einer Umfrage herauszufinden, ob Interesse an einem Sportverein im Ort besteht und an welcher Sportart die Einwohner interessiert sind. Ziel war es, nicht nur den Verein, sondern auch das Sportheim als Treffpunkt für die Bevölkerung zu erhalten.

Am Samstagabend fanden sich im Sportheim zahlreiche Interessenten ein, die das Ergebnis der Umfrage erfahren wollten. Neben Hartmut Lässle, der sich beharrlich für den Erhalt des SVW einsetzte, waren auch Dirk Stengg und drei weiteren Vereinsmitglieder bei der Erstellung der Umfrage dabei. Das Team hat im Dorf die Flyer verteilt und die Ergebnisse ausgewertet.

117 Rückmeldungen zum zukünftigen Angebot

Auf dem Flyer wurden verschiedene Sportarten beworben. Neben Fußball wurden auch einige weitere Sportarten als mögliches Angebot aufgeführt. 117 Rückmeldungen sind bei dem Team eingegangen. Die größte Gruppe der Teilnehmer (35) sprach sich dafür, dass es künftig Angebote aus dem Bereich Kultur und Gemeinschaft im Sportheim geben soll. Doch auch Wandern (31 Stimmen), Radfahren (27 Stimmen) und Spieleabende (23 Stimmen) standen hoch im Kurs.

Lässle stellte die Frage in den Raum, ob es hierzu einen Sportverein brauche, ehe die Diskussionen beginnen konnten. Einige Anwesende erklärten sich bereit, die neuen Gruppen anzubieten und sogar zu leiten. So sollten verschiedene Aktivitäten im SVW als Abteilung angeboten und koordiniert werden. Aus diesen Gruppen soll dann ein neuer Vorstand für den bestehenden SVW gefunden werden. Hier erinnerte Marcus Jertschewske an die Hauptversammlung am 6. Mai – bis dann muss ein neuer Vorstand gefunden werden, da die bisherigen Mitglieder nicht bereit sind, ihr Amt weiter zu behalten.

Vier bis fünf Ehrenamtliche sollten gefunden werden, die bereit wären, einen Posten im SVW zu übernehmen. Sofern der Verein mangels Vorstand aufgelöst werden muss, soll auch der Pachtvertrag über das Sportheim mit der Gemeinde gekündigt und das Inventar verkauft werden.

Ein weiteres Thema war auch der Betrieb des Sportheims. Wie soll es hier weiter gehen? Die Vorschläge reichten vom Betrieb durch die Vereinsgemeinschaft über eine eigene Gruppe im Sportverein bis über die Verpachtung an einen externen Wirt. Fest stand jedoch für nahezu alle: Das Sportheim soll für das Dorf als Treffpunkt und Veranstaltungsort erhalten werden. Laut Jertschewske solle das Sportheim weiter unter der Regie des SVW betrieben werden. Allerdings seien die Fixkosten in Höhe von 6000 Euro pro Jahr zu bedenken.

Ortsvorsteher Sven Kehrberger betonte die Bedeutung des Sportheims als Treffpunkt. Er regte an, ob die Kosten nicht irgendwie gesenkt werden könnten und stellte die Frage in den Raum, ob es die richtige Lösung sei, das Sportheim durch den Verein zu bewirtschaften. Dennoch freute er sich über die positive Resonanz an dem Abend und appellierte an die Anwesenden, den SVW und die möglichen Sportangebote wieder aufleben zu lassen. Sollte allerdings kein Vorstand gefunden werden, werde das Sportheim den anderen Vereinen zur Pacht angeboten. Einen Leerstand werde es nicht geben.

Die neuen Sportangebote sowie die Kontaktdaten sollen im Amtsblatt veröffentlicht werden. Im März soll es ein Treffen zum weiteren Vorgehen geben. Dabei soll auch gleich ein neuer Vorstand gefunden werden.