Der neue Entenweg entlang der Schutter bietet an 15 Stationen verschiedene Einblicke in das Wesen der Stockente. Die Gemeinde Seelbach, engagierte Helfer und viele Zuschauer haben am Mittwoch den Fußweg eingeweiht.

Seelbach. Die Objekte entlang des Wegs zwischen der Ludwig-Auerbach-Straße zur Brücke gegenüber dem Sportplatz bestehen aus Stein, Metall, Holz oder Kunststoff und haben alle die Ente, genauer die Stockente, zum Thema. Naturalistisch sind die Bilder auf den zwei Liegen, die von der Form her vom "Aktivpark" zwischen Seelbach und Wittelbach bekannt sind. Diese zeigen Erpel und Ente.

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An der Ludwig-Auerbach-Straße steht ein mit Edelrost versehenes Schild mit dem Namen "Entenweg". Dahinter prunkt eine sehr massive Holzente, die der Lahrer Kettensägenkünstler Bertram Bilger aus einem Eichenstamm herausgearbeitet hat. Das Holz, das übrig geblieben ist, würde für einen halben Winter mit dem Kachelofen reichen, erklärte Bilger bei der Präsentation. Das Standbild biete bequem Platz für mehr als zwei Kinder.

Es folgt eine ebenfalls sehr lebensechte Entenfamilie aus Sandstein. An der nächsten Station hat Wim Cannie Ideen aus Zillebeke mit der Schutter zu einem Kunstwerk verquickt: Hier können Spaziergänger bunte Enten aus Kunststoff, die sogenannten Quietschenten, sehen.

Bei einer weiteren Station gibt es die erste Liege "im Format XL", wie Bürgermeister Thomas Schäfer beim Rundgang erklärte. Hier hat sich Bernhard Willmann vom Schwarzwaldverein engagiert. Bei dem alten Mahlwerk, der nächsten Station, sind passend zur Liege Plastikenten ebenfalls "im Format XL" angesiedelt. Ronnie Bucher hat "zwei Flugenten in Rostoptik" an der Brücke über die Schutter als Wegweiser errichtet. Auf der Brücke weist eine Entenfamilie im Gänsemarsch den Weg zum zweiten Teil des Fußwegs. Hier ist auch die Wippe zu finden (siehe Infokasten).

Aus der Reihe fällt die Skulptur "Enten aus Stahl und Granit". Es folgt die zweite Liege im Format "L". Hier hat Bilger eine schrill stilisierte "Comicente" aus Holz und quietschgelber Farbe aufgestellt. Die "Entenfamilie in Rostoptik" diente als Vorlage für den Marsch der Vögel auf den zwei Fußwegen der Schutterbrücke. Diese Plastik und eine Stele mit dem Namen "Entenweg" an der Mündung des Wegs sind der Endpunkt des Pfads.

Schäfer dankte allen engagierten Mitarbeitern im Rathaus und beim Bauhof. Die Idee für den Entenweg hatte Pascal Weber, Hauptamtsleiter und verantwortlich für die Kultur- und Touristinfo. Die Ausführung vonseiten der Verwaltung übernahm Carla Singer. Vom Bauhof steuerten die Schreiner Albert Fehrenbach und Joachim Schnurr Ideen zur Umsetzung bei. Eine der vier Sitzbänke hat Marco Buß gespendet. Bei der Gestaltung dieser Station war Walter Vetterer beteiligt.

INFO

Viel investiert

Der neue Weg entlang der Schutter mit 15 Stationen und mehreren Sitzbänken hat eine Länge von rund 600 Metern. Der Bauhof hat dafür 390 Stunden Arbeit investiert. Die Kommune hat für den Entenweg 10 000 Euro aus dem Budget der Kultur- und Touristinfo aufgebracht. Auf dem Weg ist Platz für weitere – nicht echte – Enten, versprach die Gemeinde.