Ottenheim (red/vk). Die Landtagsabgeordnete Sandra Boser (Grüne) hat die Bärbel-von-Ottenheim-Schule in Ottenheim besucht. Wie Boser mitteilt, überzeugte sie sich im Austausch mit der Schulleiterin Sabine Meier, Schulrätin Barbara Bundschuh vom Staatlichen Schulamt Offenburg, Bürgermeister Wolfgang Brucker sowie Lehrern und Schülern von den pädagogischen Konzepten und Methoden der Gemeinschaftsschule.

Bei einem Rundgang mit den Neuntklässlerinnen Emilie und Lisa habe sich die Gruppe einen guten Einblick in das gemeinschaftliche Lernen der verschiedenen Lerngruppen verschafft. Dabei seien die Besucher aus Politik und Schulamt im Haushaltsunterricht der fünften Klasse mit selbst zubereitetem Früchtemüsli verwöhnt worden, hätten eine englische Lernstraße in der Klassenstufe sechs besucht und die achte Klasse mit technischem Profil beim Bau eines Krans in der schuleigenen Werkstatt bewundert. "Es ist uns wichtig, für jeden Schüler die entsprechende individuelle und fachliche Förderung bereitzustellen", so Schulleiterin Meier. Bereits seit dem Schuljahr 2012/13 sei ihre Einrichtung Starterschule im Bereich Gemeinschaftsschule und könne somit auf mehrjährige erfolgreiche Arbeit zurückblicken.

Auch für die zunehmende Zahl an Kindern mit Migrationshintergrund, die vor Sprachbarrieren gestellt würden, sei die Gemeinschaftsschule ein idealer Ort, um sich gut in den Unterricht einzufinden, teilt Boser weiter mit. "Wir versuchen, die Kinder aus der Deutsch-Vorbereitungsklasse sobald wie mögliche in die normalen Lerngruppen zu integrieren. Nichts bringt sie schneller weiter als der Unterricht gemeinsam mit anderen Kindern", so Meier.

"Gemeinschaftsschulen wie die Bärbel-von-Ottenheim Schule sind ganztägig und inklusiv. Sie fördern unsere Kinder individuell und tragen zu mehr Chancengerechtigkeit bei", sagt Boser. Die Unterschiedlichkeit der Schüler werde gefördert. "Die Nachfrage bei Schülern, Eltern und Kommunen zeigt uns, dass die Gemeinschaftsschule die richtige Antwort auf die Herausforderungen im Bildungssystem ist", so die bildungspolitische Sprecherin.