Schwanau. Seit drei Jahren sorgt die Initiative "Schwanau bleib(t) sauber!" dafür, dass die Natur vom Unrat achtloser Bürger befreit wird. Im Rahmen eines gemeinsamen "Dankeschön-Abends" trafen sich die Mitglieder abseits vom Müll sammeln in geselliger Runde.

"Wir finden immer was, wenn wir unterwegs sind", sagte Initiator Hubert Wetterer. Zwar möchte man annehmen, dass es weniger Müll werde bei den regelmäßigen Sammelterminen – aber weit gefehlt. Inzwischen wird nicht mehr nur mit Fahrradkörben und Tüten gesammelt, sondern mit Fahrradanhängern auf Tour gegangen. Und auch nach drei Jahren sind die Mitglieder nach wie vor aktiv und mit Begeisterung dabei. "Die Stimmung ist gut", sagte Wetterer zufrieden. Das "Großereignis" ist die jährliche Schwanauputzete oder im Wechsel die Kreisputzete. Hier erklärte Wetterer erfreut, dass es von Jahr zu Jahr mehr Sammler werden, die sich der Veranstaltung anschließen. Besonders habe es ihn gefreut, dass in diesem Jahr auch Jäger dabei waren, um den Unrat aufzusammeln.

Neben der jährlichen Schwanau- oder Kreisputzete finden auch durchschnittlich einmal monatlich in allen vier Ortsteilen Sammeltermine statt. Während es in manchen Ortsteilen alle paar Monate einer ist, sind es in anderen Ortsteilen ein bis zwei Termine oder mehr. So kamen in den vergangenen drei Jahren bereits einige Arbeitsstunden zusammen – zuzüglich jener Stunden, die abseits der gemeinsamen Sammelaktionen geleistet werden.

Nach wie vor sei es so, dass besonders viel Plastikmüll gefunden wurde, aber auch Farben oder Autoreifen wurden schon gefunden und gesammelt. Der wertvollste und kurioseste Fund war bislang das Mountainbike bei der diesjährigen Schwanauputzete – dieses wurde neben drei anderen Fahrrädern bei einem Fahrradhändler in Haslach geklaut, der das Rad gerne wieder entgegen nahm.

Aber auch kuriose Begegnungen, die einen schmunzeln lassen, sind dabei. "Neulich wurde eine Sammelgruppe von einigen Rheinländern angesprochen", berichtete Wetter­er amüsiert. Diese haben interessiert und neugierig nachgefragt, ob die Sammler Sozialstunden zu absolvieren hätten, da sie den Müll aufsammeln.

Dass es gerne angenommen und gedankt wird, was in der Initiative gemacht wird, zeigt sich auch an der Unterstützung der Gemeinde. Zwar sei es schwierig, neue Mitglieder begeistern zu können, aber es gebe auch einen festen Stamm, der immer wieder dabei ist und denen die Natur am Herzen liegt.