Mit einer stimmungsvollen Feier sind am Freitag 25 Absolventen der evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Nonnenweier verabschiedet worden. Zum kommendem Schuljahr zieht die Einrichtung nach Lahr.

Nonnenweier. "Es hat lang gedauert, bis der Kurs zusammen gefunden hat", erinnerte sich Dozentin Britta Schrape, im Rückblick. Sie fügte an: "Es war eine recht individuelle Gruppe. Es war nicht immer ganz einfach." Bei der Abschlussrede von Kursprecher Lucas Fink, der mit einem Notendurchschnitt von 1,8 den drittbesten Abschluss schaffte, erklärte dieser: "Wir haben einen langen Pfad hinter uns gebracht. Doch wir haben es alle geschafft."

Die Zeugnisfeier begann mit einem Gottesdienst, der vom Unterkurs musikalisch gestaltet wurde. Im Dialog der beiden Kursprecher Fink und Franziska Ringwald verglichen die beiden ihren Weg bis zur Abschlussprüfung, mit der biblischen Geschichte, wie Moses die Israeliten in das gelobte Land Ägypten führte. Es wurden Lieder wie "Ins Wasser fällt ein Stein" oder "Lege deine Sorgen nieder" gesungen. Weiter blickte Fink zurück, indem er an die Fülle der Fachtexte erinnerter, die zu lernen gewesen seien.

In ihrer Rede meinte Schulleiterin Silke Seidel-Beck: "Nach eurem Abschluss beginnt nun das Berufspraktikum. Ihr braucht sicherlich einen Wegweiser in Richtung Erfolg." Die richtigen Ziele seien, für die zu erziehenden Kinder und Jugendlichen den richtigen Weg zu finden.

Den besten Abschluss erreichte mit einem Notenschnitt von 1,4 Ann-Kathrin Weber aus Mahlberg. Den zweitbesten Notenschnitt (1,5) erzielte Magdalene Ueberfeld aus Kehl. Dahinter kam Fink mit 1,8. Insgesamt schlossen die 25 Absolventen mit einem Notenschnitt von 2,2 ab.

Einige der Kursteilnehmer, hatten sich dazu entschlossen gleichzeitig die Fachhochschulreife zu erreichen. Hierbei erzielte Magdalena Ueberfeld mit einem Schnitt von 1,7 das beste Resultat. Mit einem Notenschnitt von 1,8 schaffte Fink die Fachhochschulreife. Laura Himmelsbach aus Seelbach erreichte einen Schnitt von 2,0. Schließlich wurden die besten Absolventen mit Buchpreisen ausgezeichnet.

Nicht nur die Absolventen verabschieden sich, auch die Fachschule selbst verlässt Nonnenweier und ist ab kommendem Schuljahr im Zeit-Areal in Lahr beheimatet.

Seidel-Beck sagte beim Bekanntwerden des Umzugs im vergangenen Jahr: "Grund war nicht, dass es Probleme mit dem Mutterhaus gibt", nahm sie zu entsprechenden Gerüchten Stellung. Die Fachschule habe sich vergrößert. "Vorher hatten wir drei Kurse, jetzt haben wir fünf", das bedeute, dass die Schule insgesamt rund 110 Studierende hat. "Da ist es in den vergangenen zwei Jahren räumlich etwas schwierig geworden", so die Schulleiterin damals. Ein zweiter Grund sei die "schwierige" Anbindung von Nonnenweier an den Öffentlichen Personennahverkehr, so Seidel-Beck weiter. Viele der künftigen Erzieher, die an der Fachschule ausgebildet werden, hätten kein eigenes Auto.

"Auf dem Zeit-Areal haben wir einen sehr guten Standort gefunden", betonte die Schulleiterin. In dem neuen Gebäude stehe künftig eineinhalb Mal so viel Platz zur Verfügung wie bisher, außerdem gebe es eine bessere Anbindung an den ÖPNV.

INFO

Klasse Leistung

Die Absolventen sind: Sabrina Arndt, Olivia Laur Beck, Dennis Duckert, Gina-Lara Dutz, Anna-Lena Erb, Lucas Fink, Melanie Garnschröder, Laura Himmelsbach, Julia Hübner, Aline Knoll, Adina Lebeda, Katja Lemke, Sabrina Maijic, Diana Palmer, Helene Preschle, Franziska Ringwald, Julia Sailer, Regina Schulz, Simone Schüssele, Annika Schweiger, Katharina Topar, Magdalena Ueberfeld und Laura Veit.