Rust. Die Rechts-vor-links-Regelung dient auch in der Ritterstraße mit ihren etlichen Einmündungen der Verkehrsberuhigung und der Verhinderung von Unfällen. In Bereichen mit Tempo-30-Regelung ist dies in der Regel ausdrücklich vorgesehen.

Zweifel an der Wirksamkeit von "rechts vor links" in der Ritterstraße äußerte Gemeinderat Andreas Link (CDU) bei der Sitzung am Montag, weil zu oft die klassische Vorfahrtsregel schlicht ignoriert werde. Er plädierte dafür, die Ritterstraße als Vorfahrtsstraße auszuweisen. Karl-Heinz Debacher (SPD) konnte dieser Idee nichts abgewinnen, er schlug deshalb vor, in den Einmündungsbereichen auf der Fahrbahn Halte- oder Wartelinien anzubringen. Günter Erny (ABFR) sah auch andernorts, zum Beispiel in der Ludwig­straße, ähnliche Probleme wegen unübersichtlicher Einmündungsbereiche.

Die Idee Links brachte Hauptamtsleiter Martin Spoth in Rage. Als Anlieger plädierte er vehement für die Beibehaltung der Rechts-vor-links-Regel in der Ritterstraße. Das Thema soll bei der nächsten Verkehrsschau aufgegriffen werden, bemerkte Bürgermeister Kai-Achim Klare.

Auch die neue Radwegführung von und nach Ringsheim und am sogenannten Scherenschleifer beschäftigte die Räte. Sie bedeute eine Gefahrenstelle, befürchtet Ewald Scherer (FW). Im Bereich der Unterführung treffen Radfahrer aus zwei Richtungen aufeinander. Fehlende Sicht berge ein Unfallrisiko, dem man begegnen müsse. Die Radwegführung über die Brücke sei ebenfalls nicht kreuzungsfrei zu bewältigen.

Christian Fix (CDU) schlug vor, an gefährdeten Bereichen Absperreinrichtungen anzubringen, um Radfahrer zum Absteigen zu bewegen. Die Ellenweg-Unterführung bleibt aus Sicherheitsgründen geschlossen, da ein durchgängiges Befahren noch nicht möglich ist.

Zudem bewilligte der Gemeinderat am Montag die Ferienpläne und Schließtage des katholischen und des kommunalen Kindergartens für das Jahr 2018. Die Pläne sehen für den Elzwiesen-Kindergarten 19 Schließtage vor, in denen die Eltern ihre Kinder selbst betreuen müssen. Die Erzieherinnen haben in dieser Zeit zehn Urlaubstage einzuplanen. Die restlichen 20 Urlaubstage sind während des Betriebs frei planbar.

Der katholische Kindergarten St. Michael schließt die Tagesstätte an insgesamt 27 Tagen. Die Erzieherinnen müssen in dieser Zeit ebenfalls 20 Urlaubstage nehmen. Weitere fünf Tage sind in den Sommerferien, die restlichen fünf Urlaubstage flexibel zu planen.

Der Gemeinderat sieht indes für die Zukunft keinen Bedarf mehr den Ferienplänen der Kindergärten zuzustimmen. Mit dem Votum des Kindergartenausschusses will man sich in Rust ab sofort begnügen.