In Waldkirch sind die German Masters im griechisch-römischen und im freien Stil ausgerichtet worden. Ausrichter war die RG Waldkirch-Kollnau.

(do/eo). Besonders groß war die Freude bei Mario Lauer vom RSV Schuttertal, der gleich zweifacher Titelträger wurde.

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Das Turnier ist den älteren Ringern ab dem 35. Lebensjahr vorbehalten. Lauer ging in der Altersklasse 46 bis 50 Jahre an den Start. Er bewies seine immer noch vorhandene Extraklasse und sicherte sich in überlegener Manier im freien Stil den Titel. In der Klasse bis 88 Kilo fegte er seine Kontrahenten aus Freiburg, Gelenau, Schorndorf und Schwäbisch Hall regelrecht von der Matte. Im Finale traf er auf den Veteranen-Weltmeister von 2015, Levon Asatrjan, gegen den er zunächst zurücklag. Nach der Halbzeit packte Lauer jedoch entschlossen zu und gewann vorzeitig.

Mit diesem Erfolg im Rücken ging er auch im griechisch-römischen Stil an den Start. Nach Siegen gegen Artur Ischchanjan, Falko Stöckel und Ernst Pfahl stand Lauer im Finale gegen Armin Fritz aus Ebersbach. Auch hier landete der Schuttertäler einen Überlegenheitssieg und wurde somit zweifacher Titelträger bei den German Masters. Zudem eiferte er seinem Sohn Luan nach, der in diesem Jahr deutscher Meister wurde.

Insgesamt standen 273 Ringer zwischen 35 und 60 Jahren aus 97 Vereinen auf der Matte. In der Vereinswertung belegte nach zwei Tagen der Magdeburger SV90 den ersten Platz. Der KSV Taisersdorf kam als bester südbadischer Verein auf Rang vier. 200 Kämpfe wurden im griechisch-römischen Stil bei gefühlten 35 Grad in der Stadthalle ausgetragen, im Freistil waren es 220 Kämpfe. Viele Sportler waren sich einig: "Unser Ehrgeiz, auf der Matte das Beste zu zeigen, ist das eine. Doch viele langjährige Ringerfreunde zu treffen, die man sonst das ganze Jahr nicht sieht und mit denen man viele großartige Erinnerungen verbindet, ist das, was diese Meisterschaft ausmacht. Irgendwie ähneln die German Masters ein bisschen einem großen Klassentreffen."

Erfolgreich war indes auch Marc Fischer von der RG Lahr in Zagreb. Er wurde nach seinen Leistungen der vergangenen Monate von Bundestrainer Maik Bullmann (Deutscher Ringer-Bund/DRB) für ein internationales Turnier der Kadetten in der Gewichtsklasse bis 69 Kilo (greco) nominiert. Fischer fegte bis zum Finale alle Gegner von der Matte. Vier Schultersiege und ein technisch überhöhter Punktesieg sorgten dafür, dass er um die Goldmedaille kämpfte. Im Kampf um Platz eins unterlag der Lahrer dann knapp nach Punkten, kehrte jedoch stolz und glücklich mit der Silbermedaille zurück.