Von Jürgen Haberer

Der in Oppenau geborene Tim Otto Roth steht wie kein anderer für eine Ästhetik, die aus der Auseinandersetzung mit Gesetzen der Mathematik und Physik ensteht. Seine Ausstellung in der Städtischen Galerie widmet jedem Raum ein eigenes Thema.

Offenburg. Die künstlerischen Ansätze von Tim Otto Roth sind ohne ein Eintauchen in die Welt der Mathematik und Physik kaum nachvollziehbar. Der für seine spektakulären Licht- und Klangkunstwerke bekannte Künstler aus Oppenau begreift sich selbst als Grenzgänger zwischen Kunst und Wissenschaft. Er experimentiert und macht physikalische Vorgänge mit den Mitteln der Kunst sichtbar. Seine von Miriam Seidler kuratierte Ausstellung in der Städtischen Galerie Offenburg setzt Raum für Raum einen neuen Schwerpunkt. Der Besucher wird konfrontiert mit einem Kaleidoskop unterschiedlicher Ansätze, die weit über die rein visuelle Auseinandersetzung mit der Kunst hinausgehen.

Am Beginn des durch die Galerie gelegten Kunstpfads steht eine Art Energiebilanz des Schwarzwalds. Das klassische, in Kupferstichen, Bildern, Wandtellern und Holzschnitzereien wiedergegebene Motiv der Schwarzwaldmühle, prallt hier auf die Ästhetik der Kaplanflügel moderner Wasserräder.

Wenige Schritte weiter geht es um Schattenkunst, um die direkte Belichtung von Gegenständen und den 3-D-Effekt. Durch eine 3-D-Brille betrachtet wird die Waldlandschaft, eine Fotowand, plötzlich plastisch. Im Nebenraum geht es um die Kartierung der Schattenwelt der heimischen Flora, die sich in 60 stark vergrößerten Einzelfotografien von Blüten, Blättern und Stauden manifestiert. Am Ende seines Rundgangs steht der Ausstellungsbesucher dann vor der eigens für die Ausstellung konzipierten Installation "aura calculata".

Die mit gläsernen Orgelpfeifen arbeitende Licht- und Klangskulptur lädt längst nicht nur dazu ein, das Funktionsprinzip einer Installation zu ergründen, die über ein Flüssigkeitssystem und die Überwachung der Aktivitäten, der im Kreis angeordneten Pfeifen gesteuert wird.

Die Ausstellung von Tim Otto Roth, trägt den Titel "XX oder der Mummelsee in der Pfanne". Sie ist bis zum 29. Mai in der Städtischen Galerie im Kulturforum Offenburg zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag 13 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr.

Achern - Durchwachsene Bilanz nach Geschwindigkeitsmessung

Nach einer am Donnerstagnachmittag durchgeführten

Geschwindigkeitskontrolle der Beamten des Polizeireviers

Achern/Oberkirch in der Kirchstraße muss festgestellt werden, dass

nahezu jeder dritte der über 50 gemessenen Autofahrer zu schnell

unterwegs war. Während die Anzeige des Lasermessgerätes in fast allen

Fällen auf Verstöße im Bereich einer Verwarnung hingewiesen hatte,

mussten in fünf Fällen Anzeigen erstattet werden. Eine

Verkehrsteilnehmerin erwartet hierbei zusätzlich auch ein Fahrverbot.

Die 59-Jährige war bei erlaubten 50 Stundenkilometern mit 84 `Sachen´

in Richtung Innenstadt unterwegs. Mit weiteren Kontrollen ist zu

rechnen.