Die Krabbe-Schenkel haben Christine Nikella zur neuen Vorsitzenden gewählt. Damit tritt sie nach zehn Jahren die Nachfolge von Evi Renner an. Carina Eichler ist neue Rechnerin im Verein.

Oberweier. Insgesamt resümierte Evi Renner eine sehr gute Fasnachtskampagne 2017. Neuerungen wie der Vatertagshock 2016 sowie die erste Krabbe-Fete im November 2016 zur Fasnachtseröffnung seien gut angenommen und sollen auch in den kommenden Jahren Teil des Veranstaltungskalenders sein. Leider sei der Hock zum 1. Mai bereits zum dritten Mal in Folge ins Wasser gefallen.

Mit der Krabbe-Fete sprechen die Krabbe-Schenkel vor allem auch jene befreundeten Fasnachtszünfte und -gruppen an, die aufgrund anderer Verpflichtungen nie am Rosenmontagsumzug teilnehmen konnten. Leider seien im vergangenen Jahr zwei Gruppen von 18 angemeldeten Vereinen nicht gekommen, bedauerte Schriftührerin Annalena Eichler. Renner lobte vor allem das große Engagement der jungen Vereinsmitglieder, die gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Daniel Hahn die erste Krabbe-Fete aus der Taufe hoben und organisierten. Die Mitglieder haben zahlreiche Arbeitsstunden in das Gelingen der ersten Krabbe-Fete investiert, lobte Evi Renner.

Thekenbau schmälert den Gewinn des Vereins

"Einmalige Investitionen in Thekenbau und Inventar schmälerten den Gewinn des Fests, aber in den kommenden Jahren werden wir noch weitere sehr gute Veranstaltungen feiern", versicherte in ihrer alten Funktion als Rechnerin Christine Nikella. Außerdem haben die Krabbe-Schenkel viele Arbeitsstunden in die Sanierung des Krabbe-Kellers in der alten Schule investiert.

Ein Großereignis war in diesem Jahr der Rosenmontagsumzug. Es kamen so viele Besucher zum Umzug und dem anschließenden närrischen Treiben rund um die Waldmattenhalle, dass die Krabbe-Schenkel fast schon an ihre Leistungsgrenzen gekommen sind. Aber nur fast, denn schließlich hatten sie auch viele Helfer wie die Ministranten der Pfarrgemeinde. Allein 24 Teilnehmer beim Rosenmontagsumzug machten diesen zum Großereignis für Oberweier. Bedingt durch die Absage des offiziellen Rosenmontagsumzugs in Ottenheim seien viele Gruppen und Zünfte nach Oberweier gekommen. Die Besucher hätten sich durchweg sehr positiv über die Fasnacht im Ort geäußert. Dass diese überhaupt erst durch die Krabbe-Schenkel möglich sei, hob Ortschaftsrätin Susanne Stahl hervor, die sich in Vertretung für Ortsvorsteher Richard Haas bei den Krabbe-Schenkel für deren Engagement um den Erhalt der Oberweierer Fasnacht bedankte. "Wir hoffen, dass die Fastnacht in Oberweier so weiterläuft", sagte Stahl. Sie übernahm an diesem Abend die Entlastung des Vorstands und die Neuwahlen.

Neue Vereinsspitze erhält deutliches Votum

Die Mitglieder zeigten sich einstimmig sowohl in der Entlastung als auch bei den Neuwahlen zum neuen Vorstand. Feuerwehr-Abteilungskommandant Klaus Beiser dankte den Krabbe-Schenkel für die gute Zusammenarbeit.

Bei den Neuwahlen wurde Christine Nikella zur Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter bleibt Daniel Hahn. Carina Eichler übernimmt von Nikella das Amt der Rechnerin, Annalena Eichler bleibt Schriftführerin. Beisitzer sind Evi Renner (neu), Michaela Korn, Florian Sutterer und Mirco Stuber.

INFO

So fing alles an

1986 fanden sich einige Aktive des MGV zusammen, um die Oberweierer Fasent neu zu beleben. Umzüge und Bohnensuppenessen wurden von der Bevölkerung begrüßt und viele machten mit. Die Initiative von Heinz Schwend und Hans-Peter Kunz hatte Erfolg.

Jedes Jahr gesellten sich immer mehr Aktive dazu, sodass man am 23. Juni 1990 den Versuch wagte, eine Fasentzunft als eigenen Verein zu gründen. Zahlreiche interessierte Bürger kamen zur Gründungsversammlung in die Turnhalle. Das Ergebnis war im ersten Jahr 120 Mitglieder, davon 35 aktive. Das Vorstandsteam bestand aus dem Vorsitzenden Heinz Schwend, der Stellvertretering Carmen Moßmann, dem Kassenwart Willi Mosbach und der Schriftführerin Annerose Soth. Die Narrenzunft Krabbe-Schenkel Oberweier war gegründet. Heute hat der Verein 24 aktive und 82 passive Mitglieder.