224 künftige Polizisten haben voriges Wochenende ihren Amtseid an der Lahrer Polizei-Hochschule geleistet und feierlich bekundet, rechtschaffene Ordnungshüter werden zu wollen. Das sind viele wie lange nicht. Und die Polizei kann sie dringend brauchen, denn in den kommenden Jahren gehen viele ältere Beamte in den Ruhestand, da klafft ein großes Personalloch. Nachwuchs bekommt die Polizei derzeit noch genug, weiß Thomas von Ey zu berichten, der Leiter der Lahrer Polizeihochschule. Allerdings sind die jungen Leute heute nicht mehr so diszipliniert, was ihre Buden auf dem Campus angeht. Da sieht es mitunter in den Zimmern weniger nach Recht und Ordnung, sondern eher nach Saustall aus, weiß von Ey. Und dann rückt er auch mal selbst zum Stubendurchgang an. Mit Ankündigung. "Meist wirkt das dann", berichtet der Polizeischulleiter augenzwinkernd.

Arg figurbetont

Beim Vereidigungsfestakt in der Polizei-Turnhalle ging es feierlich zu, es gab aber auch sehr lustige Momente. Etwa, als die Anwärterin Paulien Minnema ausplauderte, dass die Kleiderordnung bei der Polizei doch ziemlich strikt sei. Ordentliche Uniformen sind Pflicht. Dumm nur, wenn man seine eigene zuhause vergessen hat. Dann hilft nur, verriet die angehende Polizistin, sich bei Kolleginnen Klamotten zu borgen. Allerdings waren die bei ihr dann im Notfall "ex-trem figurbetont". Da helfe nur zu beten, dass dies keinem Ausbilder auffalle.

Arg eng

Extrem figurbetont zeigte sich neulich auch OB Wolfgang G. Müller. Und zwar in der grellgrünen Jacke der Landesgartenschau bei der Pressekonferenz zum aktuellen Stand der Schau. Müller hatte seine eigene Jacke zu Hause hängen lassen und erschien wie gewohnt im Anzug. Doch für die Kollegen vom Fernsehen war das zu öde, zumal es bei der Pressekonferenz in Strömen regnete und im zugigen Gartenzelt gefilmt werden musste. Kurzerhand lieh LGS-Chefin Ulrike Karl dem Stadtoberhaupt ihre Jacke. Doch die ist für Frauen geschnitten und entsprechend musste sich der OB hineinzwängen. Den Reisverschluss bekam er aber gerade noch zu.

Arg viel

Die Landesgartenschau soll im nächsten Jahr nicht nur mindestens 800 000 Menschen anziehen, sondern auch bis zu 4000 Veranstaltungen bieten, kündigen die Organisatoren an. Bei knapp 200 Öffnungstagen sind das immerhin statistisch mehr als 20 Termine pro Tag. Viele Veranstaltungen sollen aus dem regulären Programm in der Innenstadt auf das LGS-Gelände verschoben werden. Da läuft derzeit die Überzeugungsarbeit der Gartenschau-Macher. Hoffentlich bleiben wenigstens noch ein paar Termine in der Altstadt übrig. Wäre doch gar zu schade, wenn 2018 Lahr nur auf dem Gartenschau-Gelände stattfinden würde. Die Chrysanthema übrigens wird nicht vor die Tore der Stadt verlegt. Sie startet 2018 erst nach Ende der Gartenschau.

Arg fies

Ein Schwung Lahrer hatte sich voriges Wochenende aufgemacht, um dem TV-Comedian Ingo Appelt in Kenzingen zuzuschauen. Sie waren allerdings etwas zu spät gestartet und kamen prompt zu spät. Appelt, dieses gnadenlos rotzfreche Plappermaul, baute die Lahrer sofort ins Programm ein und fragte sie, wo sie denn herkämen. "Aus Lohr", riefen die Zuspätgekommenen durch den Saal. Appelt stutzte erstaunt. Lahr kennt er offenbar nicht. "Wird auch so ein Drecksnest sein wie Kenzingen", pfefferte er von der Bühne. Fies und frech, wie man ihn kennt. Den restlichen Abend ließ er die Lahrer dann aber in Ruhe.

Arg tollkühn

Heute gilt’s: Der SC Freiburg tritt zum Saisonfinale bei den Bayern in München an. Diese sind längst Meister und der SC könnte die Punkte noch gut für seine Europa-Ambitionen brauchen. Mal sehen und Daumen drücken! Fit gemacht für spannende Nervenkitzel-Momente haben sich jedenfalls die SC-Kicker Florian Niederlechner, Pascal Stenzel, Christian Günter und Patric Klandt. Sie sausten diese Woche im Europa-Park tollkühn mit Silverstar- und Wotan-Achterbahn in die Tiefe. Der Europa-Park ist seit Jahren Premiumpartner des SC Freiburg. Die temporeichen Fahrten haben die SC-Profis offenbar bestens überstanden.