Die Krankenhaus-Landschaft im Ortenaukreis ist in Bewegung. Der Landkreis als Klinikbetreiber muss die Kosten senken und sucht deshalb nach Einsparmöglichkeiten. Klinikschließungen sind vorerst vom Tisch, aber Lahr soll seine Klinik-Apotheke verlieren, die mit jener von Offenburg zusammengelegt wird. Darum wird rechtlich noch zwischen Ortenau-Klinikum und Stadtverwaltung gefochten. Nicht zu verwechseln ist diese krankenhausinterne Apotheke mit der privaten "Apotheke am Klinikum" der Familie Brenner. Diese, am Ärztehaus des Klinikums gelegen, hat weiterhin uneingeschränkt offen und mit der internen Versorgung der stationären Klinikpatienten, um die gestritten wird, nichts zu tun. Verschiedentlich habe es Anfragen besorgter Apothekenkunden gegeben, berichtet Inhaberin Carolin Brenner, die ihren Kunden versichert, dass ihre Apotheke weiterhin wie gewohnt für die Bürger da sei.

Extrem lausig

Voriges Wochenende spielte einer der ganz Großen des Pop-Geschäfts in Offenburg: Bryan Adams, der kanadische Superstar, der mit Hits wie "Summer of 69" und "Heaven" schon zu Lebzeiten zur Pop-Legende wurde. Auch viele Lahrer waren ins Offenburger Messegelände gepilgert, um die Show zu erleben. Sie mussten vor Beginn ziemlich Nerven zeigen. Zum einen waren die Sicherheitsmaßnahmen an den Eingängen bemerkenswert scharf. Keine Taschen und Beutel durften in die Halle hinein, alles musste an der Garderobe abgegeben werden. Daran müssen wir uns gewöhnen und das ist auch ok. Weniger in Ordnung war für die Konzertbesucher, dass die Bewirtung an jenem Sommerabend echt lausig war. Für ein Wasser oder Bier stand man locker 20 Minuten an. Da hätten die Organisatoren mal besser ein paar Vereine aus der südlichen Ortenau eingeladen, die mit Besucheranstürmen besser zurecht kommen, wie sie bei ihren Megafesten jetzt im Sommer beweisen.

Extrem verschwitzt

Nicht nur die Fans in Offenburg kamen beim Konzert ins Schwitzen, sondern auch Bryan Adams. Er trug, wie auch der Rest seiner Band, den ganzen Abend tapfer einen Sakko. Der war natürlich am Ende kräftig durchgeschwitzt. Gereinigt wurden die Musiker-Klamotten übrigens in einer Lahrer Wäscherei. Das war aber so geheim, dass wir den Namen des Betriebs um Himmels Willen nicht nennen dürfen.

Extrem geheim

Im Herbst freut sich Lahr auf die 20. Chrysanthema. Die Blütenschau feiert also Geburtstag. Und ganz sicher gibt es auch zum runden Geburtstag wieder eine Botschafterin der Stadt für die Schau, eine Chrysanthema-Königin. Wie aus den Tiefen des Rathauses zu vernehmen ist, wurde die Auswahl bereits getroffen und die "Miss Chrysanthema 2017" intern schon ausgeguckt. Bis zur Enthüllung des Namens wird es aber noch eine Weile dauern. Also arbeitet unsere Redaktion derweil fleißig am großen Jubiläums-Magazin, dem "Chrysanthema-Gästejournal", das wieder überregional für die Blumenschau Werbung machen wird.

Extrem symbadisch

Immer wieder schön, die Neckereien zwischen Badenern und Schwaben. Jetzt gesehen, in der Lahrer Innenstadt: Ein Autoaufkleber, der stolz in den badischen Landesfarben erzählt: "Wir können alles. Außer Schwäbisch!"

Extrem mühsam

Am Lahrer Bahnhof sorgt die Behelfsbrücke, die Himmelsleiter, für anhaltende Diskussionen, nicht nur bei Bahnnutzern. Die mehr als 100 Stufen, die man sein Gepäck oder Fahrräder hoch und wieder hinunter schleppen muss, nerven viele. Jetzt hat auch OB Wolfgang G. Müller die Bahntreppe ausprobiert, mit schwerem Koffer, einem roten, natürlich. Der OB-Check fand allerdings am denkbar ungünstigsten Tag statt: am Sonntag. Da sind die Ein-Euro-Jobber-Kofferträger im Wochenende und Müller musste den 20-Kilo-Koffer selbst schleppen. Mühsam, stellte er fest. Aber das Stadtoberhaupt war ganz Gentleman und half einer weiteren Bahnreisenden mit Kinderwagen gern ebenfalls über die Metallbrücke.

Extrem erfreut

Ein Minister, der von Berufs wegen für Europa zuständig ist, muss natürlich unbedingt mal wohin? Richtig, in den Europa-Park. So ließ sich der CDU-Mann Guido Wolf, Justiz- und Europaminister, jetzt in Rust blicken, wurde von Thomas Mack empfangen und durch den Freizeitpark geführt. Wolf lobte das Familienunternehmen und dessen Investitionen in der wichtigen Tourismusbranche. Das sei für das Land und dessen boomenden Fremdenverkehr klasse.

 Extremes passiert? Haben Sie auch etwas aufgeschnappt? Dann bitte eine kurze E-Mail an joerg.braun@lahrer-zeitung.de, vielen Dank!